Wir kaufen einen Zoo

Wir kaufen einen Zoo

Als Familienvater genau der richtige Film für mich. Und obwohl ich nicht unbedingt ein glühender Fan von Matt Damon bin, ist das genau die richtige Rolle für ihn. Außerdem, wer davon träumt, mal was ganz Anderes zu machen und sein Leben komplett zu ändern, für den ist der Film eine wunderbare Unterhaltung.

Junger Witwer mit zwei Kindern schmeißt seinen Job hin und kauft einen heruntergekommenen Zoo und möbelt diesen gegen alle Widrigkeiten auf.

Die Geschichte basiert auf einer wahren Geschichte, die sich in England zugetragen hat. Im Film spielt Matt Damon den zweifachen Familienvater Benjamin Mee, der als erfolgreicher Journalist in der Weltgeschichte unterwegs war. Als seine Frau stirbt, und sein ältester Sohn Dylan in der Schule auffällig wird, beschließt Benjamin einen Neuanfang. Er kauft ein Haus außerhalb der Stadt. Zu dem Haus gehört aber auch ein Zoo, der wegen Geldmangel für den Publikumsverkehr nicht geöffnet und auch sonst ziemlich am Ende ist. Sehr zur Freude der jüngeren Tochter Rosie wagt Benjamin das Abenteuer und ist bereit seine ganzen Ersparnisse in das Projekt zu stecken. Dylan dagegen rebelliert und will zurück zu seinen Freunden. Seinen Gemütszustand drückt er in Zeichnungen von Horrorgestalten aus. Doch sein eigentliches Problem ist die fehlende Mutter und sein Gefühl, vom Vater nicht verstanden zu werden.

Doch die kleine Familie hat auch noch Helfer. Die schöne Tierpflegerin Kelly Foster (Scarlett Johansson) zum Beispiel. Schon beim ersten Aufeinandertreffen mit Benjamin weiß der Zuschauer, dass die Beiden zusammen kommen. Doch wer könnte auch Scarlett Johansson widerstehen? Dazu kommt noch der Rest des Zoo-Teams. Alle zusammen arbeiten intensiv, um den Zoo zu renovieren, um den staatlichen Kontrolleur Walter Ferris zu überzeugen, und die Lizenz für den Publikumsverkehr zu bekommen. Hin und wieder taucht auch Benjamins Bruder Duncan (Thomas Haden Church) auf, der erst gegen das Projekt ist, und nach und nach auch ein Freund des Zoos wird. Zwischendurch geht Benjamin mal das Geld aus. Doch er entdeckt, dass seine verstorbene Frau ihm ein Investmentportfolio hinterlassen hat. Also geht die Renovierung weiter. Genauso die Romanze zwischen Benjamin und Kelly. Auch Dylan hat sich mittlerweile mit einem Mädchen angefreundet. Und als der Tag der Eröffnung kommt, lacht zum Schluss die Sonne und eine lange Schlange an neugierigen Zoobesuchern steht vor der Tür.

Natürlich ist „Wir kaufen einen Zoo“ ein bisschen ein „Heile Welt-Film“. Doch zum einen gab es die Geschichte wirklich und zum anderen tut das einfach auch mal gut, Filme mit vorhersehbarem Happy-End zu sehen. Da macht sich doch ein wohliges Gefühl im Bauchbereich breit und der Film ist der perfekte Zeitvertreib für einen verregneten Sonntag mit der ganzen Familie. Deswegen war er wohl auch so erfolgreich. Bei 50 Millionen Dollar Produktionsbudget spielte „Wir kaufen einen Zoo“ allein im Kino über 100 Millionen Dollar ein. Und für mich streift der Film nur knapp die Kitsch-Zone. Wie anhand des Todeskampfes des alten Tigers die Beziehung zwischen Vater und Sohn therapiert wird, ist ok. Und überhaupt gefällt mir Matt Damon als teilweise überforderter Vater hier sehr gut. Er trifft genau den richtigen Ton, wenn er verzweifelt versucht, seine Kinder zu motivieren. Auch muss er erst Mal das skeptische Team davon überzeugen, dass es ernst meint und nicht nur einer Laune folgt. Meiner Meinung nach sollte Matt Damon dieser Schiene weiter folgen und nicht mehr so sehr auf Actionheld machen. In einer Szene bringt er ein sensationelles Zitat. Er zeigt seinen Kindern, wie er ihre Mutter in einem Kaffee angesprochen hat. Das hat er nur geschafft, weil er sich damals sagte, dass 20 Sekunden Mut ausreichen, um ein ganzes Leben zu verändern. Klasse ! Und Scarlett Johansson zeigt, dass sie als Muse von Woody Allen nicht nur im Arthouse zu Hause ist, sondern auch die leichte Unterhaltung beherrscht. Gut, vielleicht etwas unwahrscheinlich, dass sich so eine Schönheit nur für Tiere und das Landleben interessiert. Aber was solls. Am Schluss bekommt sie ja auch die Kurve. Alles in allem ein gelungener Familienfilm. Bitte mehr davon.

Fakten:
1. Das Vorbild des Zoos ist der „Dartmoor Zoological Park“ in Devon England.
2. Anders als im Film starb die echte Frau von Benjamin Mee erst nach dem Kauf des Zoos. Und die Kinder waren erst vier bzw. sechs Jahre alt.
3. Die BBC hat eine Dokumentation mit dem Titel „Ben‘s Zoo“ über das Projekt gedreht.
4. Im Film findet die kleine Rosie ihren Vater so gut aussehend wegen seines vollen Haares. Der echte Benjamin Mee hat eine Glatze.
5. Ursprünglich sollte Ben Stiller den Vater spielen. Gott sei Dank hat das nicht geklappt !

Wir kaufen einen Zoo [Blu-ray]

Price: EUR 7,99

4.5 von 5 Sternen (149 customer reviews)

43 used & new available from EUR 2,41

Wir kaufen einen Zoo: Eine ganz normale Familie und ein verrückter Traum

Price: EUR 8,99

4.4 von 5 Sternen (10 customer reviews)

54 used & new available from EUR 0,98

No votes yet.
Please wait...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.