Wild Card

Las-Vegas-Schläger rächt die Vergewaltigung seiner Freundin durch Mafia-Paten, gerät selbst ins Visier der Verbrecher und erfüllt sich mithilfe eines Jungmillionärs seinen Traum.

Seit einigen Jahren bin ich ein großer Film des derben und stillen Briten Jason Statham. Der Mann redet nicht zu viel, sondern kommt gleich zur Sache. Meist gleichzeitig mit Händen und Füßen. Und Dialoge werden sowieso überschätzt.

Nick Wild (Jason Statham) ist ein „Sicherheitsberater“ in Las Vegas. Er hält sich mit Gelegenheitsaufträgen als Privatdetektiv und Leibwächter über Wasser und hat es geschafft, nicht Teil des örtlichen Mafia-Systems zu werden. Seine Freundin Holly wurde von einem Mafiosi vergewaltigt und zusammengeschlagen. Sie sinnt nach Rache und beauftragt Nick, ihr zu helfen. Dieser sträubt sich zunächst, hilft aber widerwillig mit und erfährt den Namen des Schlägers. Es handelt sich um den mittelgroßen Mafiosi DeMarco. Doch Holly will mehr – sie will persönlich Rache üben. Nick überwältigt die Schläger und Holly kommt zu ihrer Rache: Sie verletzt den Mafioso mit einer Heckenschere an einer sehr empfindlichen Stelle. Die beiden erbeuten zusätzlich 50.000 Dollar. Nick, der mindestens latent spielsüchtig ist, macht daraus am Black-Jack Tisch mit einer wahnsinnigen Glückssträhne eine halbe Million Dollar. Genau diese Summe war immer sein Ziel, um einen Ausstieg aus Las Vegas und ein Segelboot auf Korsika zu finanzieren. Doch Nick überspannt den Bogen und verliert alles. Er betrinkt sich und wird von einem Ex-Klienten, dem jungen Millionär Cyrus Kinnick zum Ausnüchtern aus dem Verkehr gezogen. Dieser Ex-Klient, der zunächst nur einen Bodyguard braucht, später aber mehr von Nicks Tapferkeit lernen möchte, erweist sich später als hilfreicher Gefährte. Doch zuerst muss sich Wild gegen eine Armada von Mafia-Schlägern zur Wehr setzen. Nach einer opulenten Casino-Schlägerei verfrachtet ihn der Casino-Sicherheitsdienst in die Hände von „Baby“ (Stanley Tucci), dem obersten Mafioso der Stadt. Dieser nimmt sich der Beschwerde DeMarcos an, der behauptet, Wild hätte ihn überfallen und seine Schläger kaltblütig erschossen. Baby erkennt, dass DeMarco lügt und lässt Wild frei. Dieser macht sich auf den Weg, die Stadt zu verlassen. Auf seiner Verabschiedungsrunde kommt er an seinem Lieblings-REstaurant vorbei. Dort trifft er auf seinen Klienten Cyrus, der ihm ein fürstliches Honorar anbietet. Doch auch hier kann Wild den Schlägern kaum entkommen. Durch einen Trick von Cyrus lockt er die Schläger auf den Parkplatz, wo er sie spektakulär erledigt und die Stadt (endlich) verlässt.

Ich bin ein bisschen enttäuscht von diesem Film. So richtig kommt dieser Film nicht in Fahrt. Man sieht Statham gefühlte 1000 Meilen durch den Stadtverkehr von Vegas cruisen. Optisch wird viel mit Klischees gearbeitet, eine versuchte 80er Optik, Muscle-Cars und Schläger, die so blöd aussehen, als ob sie den Reißverschluss mit der Kneifzange zumachen. Besonders merkwürdig ist der Auftritt der US-Latino-TV-Sexbombe Sofia Vergara, die in der Einleitungssequenz eine Mini-Rolle spielt. Wurde da eine Rolle verkauft oder hat sich Regisseur Simon West hier einen doppelten Doppel-D-Traum erfüllt? Die Handlung des Films ist weitestgehend erwartbar. Statham spielt das, was er seit „Crank“ und „Transporter“ am besten kann: Sich selbst als Kampfmaschine. Die Kampfszenen sind wirklich überdurchschnittlich gut umgesetzt – hier gibt es nix zu meckern. Aber das trägt keinen Kinoabend. Höchstens einen Filmabend mit den Jungs und ordentlich Getränken. Immer dann, wenn Dialoge nur stören…

Filmfacts

  1. Der Film basiert auf dem Roman „Heat“ von William Goldman aus dem Jahre 1985.
  2. Im Jahr 1986 gab es schon eine Verfilmung – damals mit Burt Reynolds.
  3. Das Produktionsbudget belief sich auf stattliche 30 Millionen US-Dollar.
  4. Am Startwochenende machte der Film 3.200$. Ein finanzielles Mega-Desaster.
  5. Star-Regisseur Brian De Palma beschäftigte sich auch mit dem Projekt. Hätte der wohl besser hinbekommen…


Wild Card (2015)
Wild Card poster Rating: 5.6/10 (31,038 votes)
Director: Simon West
Writer: William Goldman (screenplay), William Goldman (novel)
Stars: Jason Statham, Michael Angarano, Dominik García-Lorido, Hope Davis
Runtime: 92 min
Rated: R
Genre: Action, Crime, Drama
Released: 14 Jan 2015
Plot: When a Las Vegas bodyguard with lethal skills and a gambling problem gets in trouble with the mob, he has one last play...and it's all or nothing.

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