True Grit

Bildquelle: Paramount Home Entertainment
Bildquelle: Paramount Home Entertainment

Einen Western mit Jeff Bridges, dazu noch der erste von den Coen-Brüdern, muss man gesehen haben, um mitreden zu können.

Ein 14-Jähriges, selbstbewusstes Mädchen sucht gemeinsam mit einem verschrobenen US-Marshal und einem selbstverliebten Texas Ranger den Mörder ihres Vaters.

Obwohl man erwartet, dass der Film hauptsächlich von Jeff Bridges getragen wird, spielt die Hauptrolle in diesem Western aber ein 14-jähriges Mädchen. Die bis dahin völlig unbekannte Hailee Steinfeld liefert eine sensationelle schauspielerische Leistung ab und wurde unter anderem 2011 für den Oscar nominiert. Der Film basiert auf einer Vorlage aus dem Jahr 1969 mit John Wayne. Damals hieß der Film „Der Marshal“.

In der Neuauflage spielt Jeff Bridges den kauzigen Reuben ‚Rooster‘ Cogburn, der als US-Marshal bekannt dafür ist, zwar gerecht zu sein, aber erst schießt und dann fragt. Genau die Mischung, die das Mädchen Mattie Ross sucht, um den Mörder ihres Vaters zur Strecke zu bringen. Sie beauftragt Rooster mit der Suche nach dem psychopathischen Tom Chaney. Matt Damon spielt den Texas Ranger LaBoeuf, der wegen eines anderen Vorfalls in Texas nach Tom sucht. Mattie lässt sich von den Männern nicht davon abhalten, bei der Suche dabei zu sein.

Der Film zeigt den wilden Westen des Jahres 1878 in Arkansas sehr wirklichkeitsgetreu. Beeindruckende Landschaften werden klasse in Szene gesetzt. Die Männer sind schmutzig, ungehobelt und hart. Banden von Verbrechern machen das Leben unsicher und wer nicht schnell genug schießt hat verloren. Typen wie Rooster kennen beide Seiten des Gesetzes. Der Texas-Ranger ist die Ausnahme, weil er auf Aussehen und gute Manieren Wert legt. Trotzdem fühlt sich Mattie mehr zu Rooster hingezogen, weil sie ihm mehr zutraut. Am Schluss schaffen alle Drei es nur gemeinsam und auch Rooster, der Frau und Kind schon hinter sich gelassen hat, wird zu einer Art Vaterfigur für Mattie und rettet ihr nach einem Schlangenbiss mit einem Gewaltritt das Leben.

Der Film wird getragen von der schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller. Und selbst Matt Damon schafft es, seiner Figur einen einzigartigen Charakter zu geben, so dass man ihn fast nicht wieder erkennt. Mit 38 Millionen Dollar Budget und einem Einspiel von weltweit 254 Millionen Dollar war die Produktion ein riesiger wirtschaftlicher Erfolg.

Irgendwie ist der Film kein typischer Coen-Film. Lediglich Jeff Bridges erfüllt die Kriterien eines kauzigen Charakters, den man mit Faszination beobachtet. Der Film entwickelt nicht den bekannten Humor anderer Coen-Filme. Neben den Charakteren und der Story steht ein wirklichkeitsgetreues Abbild der Anfänge der Vereinigten Staaten im Mittelpunkt. Ein raues Land mit rauen Sitten, das viele Chancen bot, aber lebensgefährlich war. Diese Botschaft kommt an und so wird sich jeder Western-Fan über ‚True Grit‘ freuen. Und wer Jeff Bridges mag kommt sowieso auf seine Kosten.

Fakten:
1. ‚True Grit‘ ist der erste Coen-Film, der über 100 Millionen Dollar eingespielt hat.
2. Hailee Steinfeld war beim Casting erst 13 und setzte sich gegen 15.000 andere Mädchen durch.
3. Trotz 10 Oscar-Nominierungen ging der Film leer aus.
4. Weil der Film im Winter spielt, wurden den Bäumen alle Blätter per Hand entfernt.
5. In einer Szene ließ sich Matt Damon zum authentischeren Sprechen die Zunge mit einem Faden abbinden, weil sich sein Charakter selber die Zunge abbeißt.

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