The Tournament

30 Auftragskiller kämpfen in einer englischen Stadt gegeneinander um den Titel des weltbesten Mörders. Dann gerät ein alkoholabhängiger Priester unter die Kämpfer.

Über diesen Film bin ich eher zufällig gestolpert. Der Plot klang ordentlich blutrünstig und Ving Rhames ist ja auch nicht für seine übermäßig opulenten Dialoge bekannt. Also rein in den Player und gucken, was geht:
Der perverse Showmoderator Powers (Liam Cunningham) veranstaltet alle sieben Jahre ein unglaubliches Turnier. Er lässt Auftragskiller gegeneinander antreten und nur einer kann gewinnen. Ein exklusiver Kreis internationaler Spieler wettet auf den Ausgang und bekommt einen unvergleichlichen Adrenalinkick. Da es in Großbritannien die meisten Überwachungskameras gibt, findet der Kampf hier statt, die Wettergemeinde hat das Netz der „CCTVs“ für ihre Zwecke sicherheitshalber mal gekapert. Der Sieger der letzten Veranstaltung, der bullige Joshua Harlow (Ving Rhames) wollte sich zur Ruhe setzen, wurde aber geködert, weil er den Mord an seiner Frau rächen will. Einer der 29 Mitspieler hat diese kaltblütig ermordet. Jeder Spieler hat gegen seinen Willen ein Mikrokapsel implantiert bekommen. Diese dient zum einen als Instrument zur Ortung über GPS und anderseits als Tötungsmöglichkeit. Denn wenn nach 24 Stunden mehr als einer der Killer am Leben ist, werden alle sterben. So beginnt ein munteres Morden, bei dem sich die Chinesin Lai Lai Zhen (Kelly Hu), der im „Parkurs“-Sport gestählte Franzose Anton Bogart und der brutale Texaner Miles Slawe (Ian Somerhalder) hervortun. Bogart gelingt es, seine Ortungskapsel zu extrahieren. Durch einen dummen Zufall wird die Kapsel vom alkoholsüchtigen Father MacAvoy verschluckt, der von diesem Zeitpunkt an ungewollt zum Ziel und Mitspieler wird. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Nach mehreren misslingenden Anschlägen auf Father MacAvoy nimmt sich Lau Lau Zhen des Geistlichen an und flüchtet gemeinsam mit ihm. Ein großer Teil der anderen Gangster trifft sich in einem Strip-Club, in dem es eine wilde Schießerei gibt, bei der der mit einer Schrotflinte bewaffnete Slade zunächst die Oberhand behält. Harlow hat inzwischen erfahren, dass der Texaner in den Mord seiner Frau verwickelt ist. Slate kann Harlow zunächst gefangennehmen und ihm erklären, dass nicht er, sondern Zhen für den Mord verantwortlich ist. Harlow befreit sich aus der aussichtslosen Situation und setzt Zhen nach. In einer Tankstelle kommt es zu einem ersten Showdown, bei dem MacAvoy ein Telefonat des Showmasters annimmt und zum Mitspieler ernannt wird. Von hier aus startet eine wilde Verfolgungsjagd zwischen einem Bus, in dem sich Zhen und MAcAvoy der Angriffe des Kletterkünstlers Bogart erwehren und Harlow, der einen gekapert hat. Alles endet natürlich in einer Kirche, die sich – unpraktisch für die Wettergemeinde – der allgemeinen Kameraüberwachung entzieht. Hier obsiegt Harlow und lernt, dass Showmaster Powers für den Tod seiner Frau verantwortlich ist. Er reist zur Siegerehrung ins Casino und reisst Powers mit in den Tod, als sich zeigt, dass Zhen doch noch am Leben ist. Father MacAvoy kehrt in sein Kirchenamt zurück und hilft den Bewohnern der völlig verwüsteten Gemeinde dabei, zum normalen Leben zurückzukehren.
The Tournament ist ein solider Ballerfilm. Die FSK-18 Einstufung ist angesichts der vielen blutigen Szenen gerechtfertigt. Die Vielzahl der Tötungsvarianten ist schon beeindruckend und zeigt die (morbide) Fantasie der Macher. Der Film ist sauber durchproduziert, die Geschichte wird trotz des absolut abstrusen Settings stringent durchgehalten. Der Film nutzt Motive des römischen Gladiatorenkampfes und überträgt sie auf unsere moderne Gesellschaft. Humor wird für meinen Geschmack zu sparsam eingesetzt, doch manchmal können die Briten einfach nicht ohne – gottseidank! Es gibt kleinere Logik-Lücken, aber keine, in die ein Fahrzeug hineinpasst. Hier zeigt sich, dass man fehlendes Budget auch mit Fantasie kompensieren kann. Deshalb ist „The Tournament“ ein lohnenswerter Metzelstreifen – für Leute, die auf solche Filme wie die Machete-Reihe oder Streifen mit Jason Statham stehen.

Filmfacts

  1. Der Film spielt in der britischen Kleinstadt Middlesbrough. Große Teile des Films wurden in Bulgarien gedreht.
  2. Das Filmbudget lag bei ca. 8 Millionen US-Dollar.
  3. Ian Somerhalder und Kelly Hu spielen beide Auftragskiller in diesem Film, man kennt sie als Vampire aus „Vampire Diaries“
  4. Beim Drehen der Verfolgungsjagd kam es zu einem schweren Unfall, bei dem ein Regieassistent sich beide Beine brach.
  5. Der Crew ging zweimal das Geld aus, einmal strandete der Regisseur sogar ohne Budget in Bulgarien.

The Tournament [Blu-ray]

Price: EUR 6,99

 


The Tournament (2009)
The Tournament poster Rating: 6.1/10 (29,971 votes)
Director: Scott Mann
Writer: Gary Young, Jonathan Frank, Nick Rowntree
Stars: Robert Carlyle, Kelly Hu, Ian Somerhalder, Liam Cunningham
Runtime: 95 min
Rated: R
Genre: Action, Thriller
Released: 25 Jul 2010
Plot: Every seven years in an unsuspecting town, The Tournament takes place. A battle royale between 30 of the world's deadliest assassins. The last man standing receiving the $10,000,000 cash ...

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