Selma

Zur Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts startete Martin Luther King gegen Widerstände und unter Inkaufnahme großer Gefahren einen Bürgerrechtsmarsch von Selma nach Montgomery, Alabama

Selma war einer der Kandidaten für das Oscar-Rennen 2015. Außerdem beschreibt er ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Durch die aktuellen politischen Ereignisse und die immer wieder aufkeimende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland hat er einen starken Bezug zur heutigen Realität. Gründe genug, sich dieses Films einmal anzunehmen.

Der Film steigt fulminant und brutal bei einem Attentat auf vier kleine afroamerikanische Mädchen ein und leitet schnell zu einem der ersten politischen Erfolg Martin Luther Kings über – der Verleihung des Friedensnobelpreises. Doch diese Auszeichnung ist für King ein Ansporn, um seine Arbeit fortzusetzen. Gemeinsam mit seinem Team begibt er sich in den tiefen Süden, nach Selma in Alabama. Hier herrscht eine weiße Minderheit über die schwarze Bevölkerungsmehrheit. Das tut sie, indem sie der Mehrheit das verfassungsgemäße Wahlrecht verweigert. Denn in den USA muss sich jeder wahlwillige Bürger zunächst in die Wählerlisten eintragen. Diesen Tatbestand machen sich die weißen Unterdrücker zu Nutzen und knüpfen viele Bedingungen an eine Eintragung. Das Ergebnis ist, dass kein Schwarzer hier je gewählt hat. King veranstaltet Demonstrationen und Predigten gegen dieses Unrecht. Nach Demonstrationen stirbt ein junger Aktivist durch polizeiliche Brutalität. King verhandelt zwischendurch mit dem US-Präsidenten über die Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts, aber Johnson hat mit dem Vietnam-Krieg zunächst andere politische Prioritäten. King erkennt, dass er die Schlagzeilen beherrschen muss, um den Präsidenten zum Handeln zu bewegen. Also organisiert er einen Protestmarsch von Selma in die Hauptstadt des Bundesstaats. Kurz hinter der Stadtgrenze wird die Demonstration durch eine Blockade von Staatspolizei und freiwilligen „Helfern“ blockiert. Beim Rückzug der Demonstranten werden diese brutal misshandelt. Die brutalen Übergriffe mit Tränengas und Schlagstöcken werden live im Fernsehen übertragen – so hat King die Publicity, die er für seine politischen Ziele braucht. Er drängt darauf, den Marsch zu wiederholen und gewinnt dafür Aktivisten aus den gesamten Vereinigten Staaten. Gerade Pastoren und Priester sämtlicher Hautfarben und Kongregationen wollen mit King gemeinsam marschieren. Johnson will ein abermaliges Zusammentreffen mit der militanten regionalen Staatsmacht verhindern und versucht, King von seinem Vorhaben abzuhalten. Er spricht aber auch mit dem reaktionären Gouverneur von Alabama. So können die Demonstranten nach einem Moment spannungsgeladener Stille die Polizeiabsperrungen passieren. Lyndon B. Johnson, genervt von täglichen Demonstrationen vor dem Weißen Haus startet eine Gesetzesinitiative zur Durchsetzung des Wahlrechts für alle Bürger der Vereinigten Staaten.

In den letzten Jahren haben gerade viele afroamerikanische Filmemacher sich der teilweise wenig rühmlichen Geschichte der Vereinigten Staaten und ihrem Umgang mit Minderheiten angenommen. Herausgekommen sind zum Teil großartige Film wie „12 Years A Slave“ oder „Der Butler“, die dem Zuschauer Ereignisse und Begebenheiten zeigen, die man aus der heutigen Perspektive kaum glauben kann. Relativ ähnlich verhält es sich auch mit Selma. Man ist schier sprach, wenn nicht gar atemlos, wenn einem der blanke Hass der Südstaatenbewohner entgegenschlägt. Und der gnadenlose Einsatz staatlicher Macht für eigene politische Ziele erscheint auch undenkbar. Aber schnell ist man dann wieder bei den aktuellen Ereignissen von Ferguson und merkt, dass das alles gar nicht so weit weg ist, wie man es eigentlich haben möchte. Der Film leistet all dieses durch ein sehr dichtes Skript und hervorragende schauspielerische Leistungen. Der Mensch King wird sichtbar – in all seinen Facetten inklusive einiger Widersprüche. Es wird auch gezeigt, dass die damalige Protestbewegung eine fragile Melange unterschiedlichster Strömungen und Interessen darstellte. Dieser Film ist ein sehr guter und gleichzeitig unterhaltsamer Geschichtsunterricht. Muss man sehen.

Filmfacts

  1. Der Film wurde in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Film-Song“ für den Oscar nominiert.
  2. Die Titelmusik stammt von John Legend und Common
  3. Der Film wird im Selma Walton Theater in Selma gratis aufgeführt.
  4. Regisseurin Ava DuVernay hat für den Film 90% des Skripts neu bearbeitet – inklusive einiger Teile der Reden von Martin Luther King
  5. Hauptdarsteller David Oyelowo kämpfte sieben Jahre lang um seine Rolle in diesem Film.


Selma (2014)
Selma poster follow site Rating: 7.5/10 (50,777 votes)
http://fhlchristianministries.org/?encycloped=What-is-the-best-binary-option-trader-list&795=87 Director: Ava DuVernay
source Writer: Paul Webb
valutahandel tider Stars: David Oyelowo, Carmen Ejogo, Jim France, Trinity Simone
http://unikeld.nu/?ioweo=opzioni-binarie-bonus-benvenuto&aaa=fd Runtime: 128 min
source url Rated: PG-13
Genre: Biography, Drama, History
Released: 09 Jan 2015
Plot: A chronicle of Martin Luther King's campaign to secure equal voting rights via an epic march from Selma to Montgomery, Alabama in 1965.

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