Riddick – Überleben ist seine Rache

Riddick
Überall, wo Vin Diesel draufsteht, greife ich schnell zu. Wenn es dann auch noch um Endzeit-Science-Fiction geht, freue ich mich auf einen entspannenden Filmabend mit sparsamen Dialogen..

Einzelkämpfer setzt sich erst gegen böse Monster, dann auch gegen eine Horde Kopfgeldjäger zur Wehr und kann so einen lebensfeindlichen Planeten verlassen, um Rache zu nehmen.

Fünf Jahre nach dem Ende des letzten Films wird Riddick von den Seinen verraten und auf einem Wüstenplaneten ausgesetzt. Dort gibt es allerlei fieses Getier. Einen bunten Kojoten zieht sich Riddick als Haustier groß, gegen fiese Skorpione – die viel Ähnlichkeiten mit den Alien-Wesen haben – findet er auch seinen Weg. Letztere Wesen entwickeln bei den periodisch auftretenden Regengewittern verstärkte Aktiviäten, die das Wohlfühlklima auf dem Planeten deutlich verschlechtern. Wohl auch deshalb setzt Riddick ein Notsignal von einer verlassenen Forschungsstation ab. Kurze Zeit später erscheinen zwei Trupps von Kopfgeldjägern, die es auf ihn abgesehen haben. Die etwas unzivilisierte Variante des Kapitäns „Santana“ will nur Riddicks Kopf, während es die gut ausgebildete Truppe von Johns Antworten von Riddick haben will – schließlich hatte Johns Sohn beim Versuch, Riddick festzusetzen, sein Leben verloren. Mit großem Aufwand und viel technischem Equipment machen sich die Kopfgeldjäger auf die Jagd. Die Spannungen zwischen beiden Truppen tragen nicht gerade zur Produktivität bei und erst nachdem Riddick mit allerhand schlauen Manövern die Hälfte der Truppe von Santana getötet hat, bittet er Johns um Unterstützung. Riddick kommuniziert mit den Jägern und will eines der beiden Schiffe für seine Flucht. Natürlich stimmen die Jäger nicht zu und blockieren den Raub der Schiffe durch die Entfernung von Energiezellen. Riddick gelingt es aber, diese zu erbeuten, als sich Santana und die Kopfgeldjägerin Dahl aus der Truppe von Johns ein Privatgefecht liefern. Jetzt hat er beide Truppen an den Planeten gefesselt. Als ein Gewitter naht, sucht er abermals das Gespräch, wird aber gefangen genommen. So erlebt er mit, wie die Skorpionwesen sich über die Station hermachen und viele Feinde töten. Riddick kann sich mithilfe von Johns befreien und richtet Santana hin. Gemeinsam machen sie sich auf den „Space-Harleys“ auf die Suche nach den von Riddick versteckten Energiezellen. Nach allerlei Gemetzel mit den Skorpion-Aliens kann Johns fliehen, Riddick bleibt zurück, wird aber später vom Raumschiff gerettet.

Kann mal jemand bitte das Licht anmachen? Riddick ist ein sehr düsterer Film. Darum fällt es an dieser Stelle auch schwer, von Licht- und Schattenseiten zu sprechen. Die schauspielerische Performance der weitestgehend unbekannten Akteure treibt den Film nicht wirklich voran. Da werden haufenweise Söldner-Plattidüden abgesondert und auch die Freunde des gepflegten Gender-Forschung kommen beim maximal eindimensionalen Verhältnis der Akteure zur einzigen Frau im Film nicht so wirklich auf ihre Kosten. Trotzdem ist das absolut kein schlechter Film, man bekommt wofür man bezahlt. Und das ist vor allen Dingen ein zu Höchstform auflaufender Vin Diesel, der sich als wortkarger Überlebensspezialist geriert und seine körperliche und taktische und strategische Überlegenheit aus jeder Pore seines Körpers ausstrahlen lässt. Das ist eine Arroganz, die im aktuellen filmischen Schaffen ihresgleichen sucht. Sehr gelungen sind auch die Kreaturen, sowohl die anhänglichen Kojoten als auch die fiesen Skorpione sind interessant gestaltet, hinreichend kampferprobt, fies und gefährlich und daher bestens geeignet als Munitionsfutter und für Albträume jeder Art. Auch die weiteren Special Effects überzeugen, gerade die merkwürdigen „Space-Harleys“, Motorräder mit Düsenantrieb liefern ein paar interessante Szenen. Diese Geräte sind so eine Art Kreuzung aus Easy Rider und den Pod-Racern aus den jüngeren Star-Wars Filmen. Sie eignen sich auch perfekt, um ein paar Aliens zu verbrennen. Sinn ist eine Dimension, nach der man ihn einem Vin Diesel-Film nicht unbedingt suchen sollte. Auch in diesem Film werden sich keine tiefgreifenden Antworten auf die großen Fragen dieser Welt finden. Außer, dass man verdammt fies sein muss, um zu überleben. Aber das wussten wir vorher auch schon. Ein Film zum Entspannen. Aber besser mit den Jungs als mit der Frau fürs Leben…

Filmfacts

  1. Vin Diesel hat sich die Rechte an dem Film durch einen Cameo-Auftritt im dritten Teil von „Fast & Furios – Tokyo Drift“ erhandelt.
  2. Auch eine zwischenzeitliche Liquiditätskrise bei der Finanzierung konnte durch Vin Diesels eigenes Geld überbrückt werden. Dazu musste er sein Haus beleihen.
  3. Die „Riddick“-Filme spielen jeweils um 5 Jahre versetzt.
  4. Sängerin Keri Hilson sprach für die Rolle der kühlen Dahl vor. Sie bekam die Rolle nicht, jedoch wurde für sie eine kleine Rolle extra in das Drehbuch geschrieben.
  5. Der Vorgänger, der zweite Teil der Trilogie war so wenig erfolgreich, dass eine Fortsetzung lange Zeit nicht in Aussicht stand.

Riddick (2013)
Riddick poster Rating: 6.4/10 (117,624 votes)
Director: David Twohy
Writer: David Twohy, Jim Wheat (based on characters created by), Ken Wheat (based on characters created by)
Stars: Vin Diesel, Jordi Mollà, Matt Nable, Katee Sackhoff
Runtime: 119 min
Rated: R
Genre: Action, Sci-Fi, Thriller
Released: 06 Sep 2013
Plot: Left for dead on a sun-scorched planet, Riddick finds himself up against an alien race of predators. Activating an emergency beacon alerts two ships: one carrying a new breed of mercenary, the other captained by a man from Riddick's past.

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3 thoughts on “Riddick – Überleben ist seine Rache

  1. Ich habe alle drei Riddick-Folgen gesehen. Nach der zweiten sogar lange auf eine dritte gewartet, allerdings war die Freunde nicht so groß beim lezten Teil.

    Erster Teil war wirklich fesselnd
    Zweiter Teil war ebenfalls richtig gut gelungen
    Dritter Teil, war leider nicht der wahre Riddick. Nicht so spannend und fesselnd. Ich habe es sogar nach knapp einer Std. aufgegeben.

    Fandest Du den dritten Teil genauso gut wie die beiden ersten?

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  2. Es ist immer schwierig, die Teile einer Serie miteinander zu vergleichen. Jeder ist anders. Bei „Pitch Black“ war es das ungewöhnliche Setting mit Vin Diesel als Alien, das mich fasziniert hat. Im zweiten Teil war es dann die Komplexität der Handlung. Im dritten Teil fand ich die Monster ganz überzeugend. Ist natürlich auch Geschmacksache. Ich würde die drei Teile als gleichwertig gut bezeichnen, jeder hat seine Höhen und Tiefen.

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