The Revenant – Der Rückkehrer

Leonardo DiCaprio

Scout einer Pelzjäger-Truppe wird von Bären angefallen, von seinen eigenen Leuten lebendig begraben und macht sich auf den Weg, um seinen Sohn zu rächen.

„The Revenent – Der Rückkehrer“ mit Leonardo DiCaprio ist gerade einer der am meisten diskutierten Filme und heißer Kandidat auf so einige Oscars. Auch den für den besten Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Grund genug für mich, meine Liebste in ein Kino zu schleppen, und mir Leos fünften Versuch auf einen der begehrten Goldjungen mal genauer anzuschauen:

Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) ist ein Trapper im Westen Amerikas. Seine indianische Frau wurde von weißen Soldaten getötet. Ihm bliebt nur der gemeinsame Sohn Hawk, mit dem er jetzt als Mitglied der Rocky Mountain Fur Company als Pelzjäger durch die Wildnis zieht. Ihre Gruppe von ca. 40 Fallenstellern wird von Indianern angegriffen, nur ein knappes Drittel der Männer überlebt und flieht mit einem Boot auf dem Mississippi. Da die Indianer das Boot verfolgen, führt Glass den Trupp über Land weiter. Bei einer seiner Erkundungen wird er durch den Angriff einer Grizzly-Bärin schwer verletzt. Für die Gruppe wird er zum Ballast. Sein Sohn Hawk kann Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson) gerade noch davon abhalten, ihm den Gnadenschuss zu versetzen. Ein kleiner Trupp, bestehend aus Hawk, dem jungen Bridge (Will Poulter) und der alte Haudegen Fitzgerald (Tom Hardy) soll mit Glass wachen und ihn dann beerdigen. Dafür wird eine hohe Prämie ausgehandelt. Fitzgerald will das ganze beschleunigen. Bei einem seiner Versuche, Glass zu erwürgen, kommt ihm abermals dessen Sohn Hawk dazwischen. Fitzgerald ermordet ihn und überrumpelt anschließend auch Bridge mit einem angeblichen Indianerangriff und der Notwendigkeit, davor zu fliehen. Glass erwacht irgendwann in seinem eigenen Grab, entdeckt, dass ein geliebter Sohn tot ist und macht sich auf den Weg, seinem Trupp zu folgen. Fitzgerald hat sich inzwischen von den Pelzjägern die Prämie für die Beerdigung von Glass auszahlen lassen. Dieser muss auf seiner Flucht vor einem Trupp Indianer fliehen. Später trifft er auf einen einsamen Indianer, der ebenfalls seine Familie verloren hat. Die beiden Desperados schließen sich zusammen. Als Glass wieder von seiner Wundinfektion übermannt wird, baut ihm der Indianer ein Zelt und versorgt ihn, zieht aber weiter. Nachdem Glass aus seinem Fieberwahn aufwacht, bemerkt er, dass sein Gefährte von einem Trupp französischer Wilderer aufgeknüpft wurde. Beim Versuch, den Franzosen das Pferd des Indianers wieder abzunehmen, befreit er ein indianisches Mädchen, dass von der Gruppe gekidnappt wurde. Dieses Mädchen wollten die Indianer, die die weißen Fallensteller angriffen, seinerzeit befreien. Glass kommt auch den Indianern noch in die Quere, kann aber fliehen. Dabei stürzt sein Pferd in eine Schlucht. Um die kalte Nacht zu überleben, schläft Glass im ausgewaideten Pferdekörper. Inzwischen hat ein Überlebender der französischen Gruppe das Fort der Pelzjäger erreicht und berichtet von Glass Überfall. Die Wasserflasche, die er dort zurückließ, verweist eindeutig auf ihn. Fitzgerald flieht während Captain Henry einen Suchtrupp für Glass zusammenstellt. Die Trapper finden Glass, der seine Geschichte erzählt und notdürftig medizinisch versorgt wird. Am nächsten Tag bricht er mit Henry auf, um Fitzgerald zu stellen. Auf der Jagd gelingt es Fitzgerald, den Captain zu erschießen. Durch eine List kann Glass sich einem heimtückischen Angriff des Verräters entziehen und jagt diesen durch die Wildnis. An einem Bach kommt es nach langer Verfolgungsjagd dann zu einem Endkampf, bei dem der verfolgende Indianertrupp, der inzwischen sein Ziel erreicht und das Indianermädchen befreit hat, zum unfreiwilligen Zeugen wird.
Puh, das ist kein vergnügungssteuerpflichtiger Film. Es gibt alle Naslang Szenen, bei denen man sich zweimal überlegt, ob man wirklich hinschauen will. Es fließt Blut und soooo hässlich hat man Leo DiCaprio auch schon lange nicht gesehen. Wir erleben einen Mann, der mehrfach mit dem Tod ringt, dem Leben aber seinen Willen aufzwingt und unbedingt Rache nehmen will. Gegen alle Widrigkeiten, ob wilde Tiere, Kälte, Schnee, böse Indianer oder listige Verräter. Der Film hat eine unglaubliche Intensität und man ist nachher vom Zuschauen ganz erschöpft. DiCprio und Hardy liefern sich einen Kampf bis aufs letzte Hemd, sie bekriegen sich verbal, mit Fäusten, Waffen und Zähnen. Das alles vor einer imposanten Naturkulisse. Nur manchmal hat man das Gefühl, dass der Regisseur eine Sekunde zu lange draufhält. Das tut er aber immer wieder, so dass sich gewisse Längen aufbauen. Etwas mehr Stringenz hätte dem Fluss geholfen, ohne die Intensität zu verlieren. Aber auf jeden Fall ganz großes Tennis, äh Kino…

Filmfacts

  1. Regisseur Alejandro González Iñárritu mutete seiner Crew, allen voran den Schauspielern mit der Wahl des Drehortes in Kanada sehr viel zu. Er wollte die Schauspieler an ihre Grenzen führen.
  2. Da sich die Dreharbeiten verzögerten, musste aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze ein Rest des Drehs in Südargentinien durchgeführt werden.
  3. Iñárritu wollte nur bei Tageslicht schießen. Da es davon im Winter nicht so viel gab, gab es kurze Drehtage, aber eine sehr lange Drehzeit in der Kälte.
  4. Ursprünglich war Sean Penn als Gegenspieler von DiCaprio vorgesehen. Er musste aber wegen Terminkonflikten absagen.
  5. Abweichend von der Romanvorlage wurde der Sohn als Träger der Rachegelüste in den Film eingebaut.


The Revenant (2015)
The Revenant poster Rating: 8.3/10 (86,285 votes)
Director: Alejandro González Iñárritu
Writer: Mark L. Smith (screenplay), Alejandro González Iñárritu (screenplay), Michael Punke (based in part on the novel by)
Stars: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson, Will Poulter
Runtime: 156 min
Rated: R
Genre: Adventure, Drama, Thriller
Released: 08 Jan 2016
Plot: A frontiersman on a fur trading expedition in the 1820's fights for survival after being mauled by a bear and left for dead by members of his own hunting team.

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