Prometheus – Dunkle Zeichen

PrometheusRidley Scott ist der Meister des Science-Fiction-Horrors. Seine Alien-Filme sind der absolute Maßstab für außerirdische Monster. Klar, dass das Quasi-Prequel, die Vorgeschichte zur Alien-Story sofort mein Interesse fand und begutachtet werden musste. Nicht zuletzt, wegen der hervorragenden Besetzung.

Forschungsraumschiff macht sich auf den Weg, den Ursprung der Menschheit auf einem fernen Planeten zu erkunden. Dort trifft die Besatzung auf Spuren einer Katastrophe und gerät selbst in Gefahr.

Der Film beginnt rätselhaft mit einer Figur, die sich in einen Wasserfall stürzt und zu Staub zerfällt. Im nächsten Schritt entdecken Forscher des Jahres 2089 Höhlenmalereien, die auf einen Ursprung der Menschen im Weltall hindeuten. Dann befinden wir uns auf einem Forschungsraumschiff. Die Crew wurde bis auf den Androiden David (Michael Fassbender) in Kryostase versetzt und erst kurz vor dem Ziel wieder aufgeweckt. Dieses Ziel wurde aus verschiedenen, auf der Erde gefundenen Höhlenmalereien aus ferner Zeit rekonstruiert. Die Mission wird vom angebliche verstorbenen Tycoon Peter Weyland finanziert und von Meredith Vickers (Charlize Theron) geleitet. Auf dem Zielplaneten finden sich Strukturen, die auf Zivilisationen hindeuten. In einem weitverzweigten Höhlensystem finden sich Überreste von menschenähnlichen Wesen, die offenbar auf der Flucht waren. Ein auf das Schiff gebrachtes Artefakt erweist sich als Helm, unter dem sich ein infizierter Kopf der Wesen, die den Menschen genetisch sehr ähnlich waren, findet. Das Grauen nimmt seinen Lauf. Zwei Wissenschaftler, die aufgrund eines Sturms in der Höhlenstruktur zurückgeblieben waren, treffen in einer Höhle mit Gefäßen auf ein schlangenähnliches Wesen, das in ihre Körper eindringt und sie tötet. Auch einer der aufs Raumschiff zurückgekehrten Wissenschaftler hatte sich bereits infiziert, er wird von der Leiterin der Expedition per Flammenwerfer vernichtet. Doch seine Partnerin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) trägt das Virus bereits als Embryo in sich. Es gelingt ihr, sich diesen Fremdkörper aus dem Leib zu operieren und ihn einzusperren. Währenddessen stellt sich heraus, dass der Finanzier der Expedition doch noch am Leben ist und auf der Mission das Mittel zum ewigen Leben sucht. Sein Android macht sich derweil auf seine eigene Mission in das Höhlensystem und stellt fest, dass es sich hierbei um ein Raumschiff mit dem Kurzs zur Erde handelt. Ein Eintreffen dort würde eine Kontamination der Erde und die Auslöschung der Menschheit bedeuten. David erweckt den Piloten aus dem Tiefschlaf und wird von diesem ausgeschaltet, das Raumschiff startet. Es wird mit einer Selbstmord-Mission vom Forschungsraumschiff abgefangen. Beim Absturz überleben der inzwischen gewachsene Fötus und der erweckte Raumschiff-Navigator. Shaw und der Kopf von David hetzen beide aufeinander – aus dem Ergebnis schlüpft das Alien aus den späteren gleichnamigen Filmen. Shaw und David machen sich auf die Suche nach weiteren Raumschiffen der „Schöpfer“, um auf die Erde zurückzukommen.

Das ist ein düsterer Film. Der gleich zu Beginn eine sehr eigene Stimmung aufbaut. Gerade Michael Fassbender brilliert mit seiner Darstellung als Androide, auch Charlize Theron präsentiert eine sehr gefühlskalte Expeditionsleiterin. Demgegenüber kann sich Noomi Rapace als Elizabeth Shaw als eigentliche Heldin des Films profilieren. Das Grauen kriecht hier vom Boden an den Menschen hoch. Es zieht einen ganz schön in den Bann. Die Geschichte ist vertrackt, aber verständlich erzählt. Sie lässt auch hinreichend Raum für eigene Überlegungen und Interpretationen. Die visuellen Effekte sind nicht überbordend, aber überzeugend. Bestimmend für die Wirkung des Films sind weniger die Raumschiffszenen, als vielmehr die Gefangenheit der Crew im Höhlengeflecht, hier werden menschliche Urängste erweckt. Für mich ein würdiges Prequel zur großartigen Alien-Reihe.

Filmfacts

  1. Charlize Theron musste als Raucherin mit Konditionsproblemen kämpfen, als sie mit 14 Kilogramm schweren Stiefeln durch den Sand rennen musste.
  2. Michael Fassbender beschäftigte sich zur Vorbereitung seiner Rolle intensiv mit dem Ridley Scott Film „Blade Runner“.
  3. Ridley Scott ließ sich bei der Story von den Theorien des Schweizer Esoterikers Erich von Dänikens zu frühen Astronauten inspirieren.
  4. H. R. Giger, der Schöpfer der Alien-Kreaturen war als technischer Berater beteiligt.
  5. Charlize Theron sollte ursprünglich die Rolle der Elizabeth Shaw spielen, hatte aber zunächst Terminprobleme.

 
Prometheus (2012)
Prometheus poster Rating: 7.0/10 (434,697 votes)
Director: Ridley Scott
Writer: Jon Spaihts, Damon Lindelof, Dan O'Bannon (elements), Ronald Shusett (elements)
Stars: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba
Runtime: 124 min
Rated: R
Genre: Adventure, Mystery, Sci-Fi
Released: 08 Jun 2012
Plot: Following clues to the origin of mankind a team journey across the universe and find a structure on a distant planet containing a monolithic statue of a humanoid head and stone cylinders of alien blood but they soon find they are not alone.

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2 thoughts on “Prometheus – Dunkle Zeichen

  1. Ich muss sagen, dass ich eher enttäuscht war und mir irgendwie sehr viel mehr versprochen hatte. In meinen Augen ist die Story leider aufgrund einiger logischer Aussetzer so manches mal eben nicht nachvollziehbar und verständlich. Vor allem das Ende empfand ich als besonders enttäuschend. Optisch war das natürlich ein Leckerbissen, was bei den Produktionskosten aber auch nicht sonderlich verwundern sollte.

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  2. Logik ist für mich bei Science-Fiction und Monster-Filmen kein wesentliches Bewertungskriterium. Zudem hier die große Linie stimmt. Natürlich gibt es ein paar Seitenpfade, die sich im Nachhinein als überflüssig herausstellen. Aber bei Ridley Scott hängen die Erwartungen natürlich extrem hoch, da gibt es eine gewisse Fallhöhe für Enttäuschungen…

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