Papillon

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So, hier ein Beispiel aus meinem absoluten Lieblings-Genre: der Gefängnisfilm! Der prominenteste Vertreter aller Knast-Movies ist „Papillon“.

Auf einer südamerikanischen Gefängnisinsel freunden sich zwei Häftlinge an und leben unter unmenschlichen Bedingungen.

„Papillon“ ist ein Klassiker mit Dustin Hoffman und dem grandiosen Steve McQueen aus dem Jahr 1973. Die Beiden treffen sich während ihrer Deportation von Frankreich in die Kolonie Französisch-Guayana zu Beginn der 1930er Jahre. Zusammen mit weiteren hundert Gefangenen sollen sie nach Verbüßung ihrer Haftstrafe als Kolonisten dort verbleiben. Steve McQueen spielt Henri Charrière, genannt Papillon wegen eines auf seiner Brust tätowierten Schmetterlings. Er soll einen Zuhälter ermordet haben. Dustin Hoffman ist der Buchhalter-Typ Louis Dega, der wegen gefälschter Kriegsanleihen verurteilt wurde. Sie werden Schicksalsgefährten. Mit dem Unterschied, dass Dega sich mit seinem Schicksal abfindet, während Papillon von dem Gedanken der Flucht beherrscht ist. Das misslingt ihm immer wieder bis er es zum Schluss auf einem Floß aus Kokosnüssen doch noch schafft. Mit einem spektakulären Sprung von den Klippen über die Brandung hinweg, treibt er als alter, aber ungebrochener Mann in Richtung Horizont, während Dega ihm wehmütig hinterher schaut. Die Geschichte beruht auf einem autobiograhischen Roman und Bestseller.

Der Film hat alles, was einen guten Gefängnis-Film ausmacht: einen starken Protagonisten, der unschuldig verurteilt wurde und sich im Gefängnis behaupten muss. Seine Kraft reicht aus, um auch noch einen schwächeren Mit-Häftling zu schützen. Natürlich gibt es auch den sadistischen Gefängnisaufseher, der den Willen des Protagonisten brechen möchte. Aufgrund dieser als ungerecht empfundenen Situation fühlt man mit Papillon und hofft, dass ihm die Flucht gelingen möge. Dazu eine Prise echte Männerfreundschaft und der Kitzel für den Zuschauer, einmal hinter die Gefängnismauern blicken zu dürfen. Diese Rezeptur macht Gefängnis-Filme so spannend.

Apropos Gefängnis-Insel. Die berühmteste ist wohl Alcatraz, vor San Francisco gelegen. Aufgrund der gefährlichen Strömungen schien eine Flucht von dort unmöglich, obwohl sie in Sichtweite der amerikanischen Metropole liegt. Alcatraz ist Ort vieler Gefängnis-Filme. Hier nur ein paar Beispiele: ‚Der Gefangene von Alcatraz‘ mit Burt Lancaster über den echten Gefangenen mit Spitznamen Birdman aus dem Jahr 1962. Oder ‚Flucht von Alcatraz‘ aus dem Jahr 1979 mit Clint Eastwood. Auch diesem Film liegt eine wahre Geschichte zu Grunde. Er handelt von der Flucht einiger Insassen, die nie gefunden wurden und wahrscheinlich ertrunken sind. Auch sehenswert sind ‚The Rock- Fels der Entscheidung‘ aus dem Jahr 1996 mit Sean Connery und Nicolas Cage. Und natürlich auch ‚The Book of Eli‘.

Genau diese Neudefinition der moralischen Werte und die Gültigkeit archaischen Regeln, scheinbar ohne Gerechtigkeit, machen Gefängnis-Filme so faszinierend. Und sogar ein Sylvester Stallone schafft es, mit ‚Lock Up‘ ,einen spannenden Beitrag zu liefern, in dem er diese Grundgesetze des Gefängnis-Movies berücksichtigt. Doch mit ‚Rocky‘ und ‚Rambo‘ hat er das ja in anderen Umgebungen schon erfolgreich umgesetzt. Genauso wie Robert Redford, der in ‚Die letzte Festung‘ aus dem Jahr 2001 in einem Militärgefängnis die sadistischen Praktiken der Gefängnisleitung anprangert. Also man kann mit diesem Genre eigentlich nicht viel falsch machen. Und trotzdem bleibt der Blick hinter die Mauern immer spannend. Denn selber möchte man ja dort nicht landen. Aber mit dem Helden gemeinsam der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen und das bequem vom eigenen Wohnzimmer aus, macht immer wieder Spaß. Ich freue mich schon auf den nächsten Vertreter des Genres.

Fakten:
1. Das Gefängnis auf der Insel vor der Küste von Französisch-Guayana gab es wirklich und kann heute besichtigt werden.
2. „Papillon“ ist einer der wenigen Filme, der von zwei unterschiedlichen Verleihern auf den Markt gebracht wurde.
3. Dustin Hoffman trug Kontaktlinsen, um die Stärke der dicken Brillengläser auszugleichen.
4. Gedreht wurde zum Teil an den Originalschauplätzen.
5. Im Abspann sieht man das 1951 aufgegebene echte Gefangenenlager.

[ratings]

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