Monuments Men – Ungewöhnliche Helden

MonumentsMen
Wenn George Clooney mit seinen besten Freunden einen Film dreht, ist der Weg ins Kino für mich schon geplant. Vor allen Dingen, wenn die Dreharbeiten in Deutschland stattfanden und die Presse schon den gefühlten halben Film gezeigt hat. Der letzte Grund war das Mitwirken von Jean Dujardin, den ich als Schauspieler sehr schätze.

Truppe von Kunsthistorikern gerät in die Wirren des späten 2. Weltkriegs und soll dort Kunstschätze vor der Vernichtung schützen.

Während der Endphase des zweiten Weltkriegs macht Kunstexperte Frank Stokes (George Clooney) den amerikanischen Präsidenten Roosevelt auf die drohende Gefahr für das Weltkulturerbe hin. Durch Bombardierungen der Alliierten und durch den systematischen Kunstraub der Nazis drohen wichtige Pfeiler der westlichen Kultur zu verschwinden – so auch der berühmte Altar von Genk, ein Fundament der katholischen Religionsgeschichte. Zudem plante Hitler ein großes Museum in Linz, in dass die Beutekunst der Nazis verschleppt werden sollte. Roosevelt erteilt den Auftrag, die Kunstschätze zu retten. Stokes rekrutiert einen bunten Haufen von Experten, die mit dem Soldatensein teilweise sehr fremdeln. Im Fahrwasser der Invasion in der Normandie gerät die Truppe nach Frankreich und teilt sich auf. James Granger (Matt Damon) kümmert sich in Paris um Claire Simone (Cate Blanchett), die für die Nazis als Sekretärin gearbeitet hat und über beträchtliches Wissen zur Beutekunst verfügt. Es dauert aber lange, bis Granger ihr Vertrauen gewinnt und von ihr ein Verzeichnis der vornehmlich von jüdischen Sammlern gestohlenen Werke erhält. Die „Monuments Men“, wie sich die Truppe nennt, geraten in verschiedene kleinere Gefechte: Beim Versuch, den Abtransport der Madonna von Michelangelo aus einer belgischen Kirche zu verhindern, kommt ihr britisches Mitglied Jeffries um während der agile französische Offizier Clermont (Jean Dujardin) ins Kreuzfeuer gerät und verblutet. Es gelingt ihnen durch Zufall, einen der Drahtzieher des Kunstraubes zu stellen und einige Kunstwerke sicherzustellen. Durch das Studium von Karten erfahren Sie, dass die Nazis große Lager in Bergwerksstollen angelegt haben. Einige dieser Stollen sind unversehrt, in anderen haben die Nazis nach dem berüchtigten „Nero“-Befehl alle Schätze vernichtet. In einem weiteren Stollen finden sie die verschleppte Madonna und den Altar von Henk nur knapp, bevor die Russen, die ihrerseits auf Beutekunst aus sind, die Mine übernehmen.

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Der Film hat leider massiv unter schlechten Kritiken zu leiden. Bemängelt werden sowohl die fehlende historische Korrektheit als auch der Propagandatouch für die amerikanische Armee. Beides kann man so stehen lassen. Der Film nutzt großzügig bestehende Klischees und bietet eher scherenschnittartige Charaktere. Im Vergleich zu Tarrantinos „Inglorious Basterds“ fallen die relativ schwachen Darsteller der Nazi-Widerparts auf. Trotzdem hat Clooney hier einen interessanten Film abgeliefert, der gleichzeitig lehrreich und unterhaltsam ist. Er versucht, eine wahre und wichtige Geschichte aus dem II. Weltkrieg nachzuerzählen und ins Bewusstsein der heutigen Generation zu bringen. Die einzige Schwäche liegt in der nicht ganz gelungenen Mischung dieser beiden Ansprüche – so zünden nicht wirklich alle Gags und einige Schauspieler bleiben unter ihren Fähigkeiten. Der Film hat das Thema „Beutekunst“ noch einmal belebt und damit sicher einen wertvollen Beitrag geleistet. Das Ensemble zaubert auch mit der hier gezeigten „halben Kraft“ noch mehr Verve und Dynamik als viele andere Schauspieler es vermögen, allen voran Jean Dujardin und Bill Murray. Klar schwingt hier viel amerikanisches Pathos mit – aber hey, die Jungs haben die Nazis vernichtet, den Krieg gewonnen und einen Großteil der Kunst gerettet und ihren ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben. Da kann man schon stolz drauf sein. Ich werde diesen Film sicher noch einmal mit meinen Kindern sehen.

Filmfacts

  1. Ein großer Teil der Außenszenen wurde in der Ortschaft Osterwieck gedreht.
  2. Die Szenen in amerikanischen Kommandoposten wurden im Imperial War Museum in Duxford gedreht.
  3. Der ältere Herr, der am Schluss die Madonna-Statue besucht, wird von George Clooneys Vater Nick Clooney gespielt.
  4. Ursprünglich sollte Daniel Craig eine Rolle übernehmen, aus Termingründen wurde er kurzfristig von Matt Damon ersetzt.
  5. Die Einsatzgruppe wurde historisch schon früher von den Briten gegründet, hier überbetont der Film den amerikanischen Einfluss.

The Monuments Men (2014)
The Monuments Men poster Rating: 6.1/10 (94,220 votes)
Director: George Clooney
Writer: George Clooney (screenplay), Grant Heslov (screenplay), Robert M. Edsel (book), Bret Witter (book)
Stars: George Clooney, Matt Damon, Bill Murray, Cate Blanchett
Runtime: 118 min
Rated: PG-13
Genre: Drama, War
Released: 07 Feb 2014
Plot: An unlikely World War II platoon is tasked to rescue art masterpieces from Nazi thieves and return them to their owners.

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One thought on “Monuments Men – Ungewöhnliche Helden

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