Männer, die auf Ziegen starren

Ziegen

Ein so gut besetzter Film mit schrägem Humor steht immer auf meiner Watchlist:

Journalist stößt auf die Spur eines geheimen Forschungsprojektes der Army zu übersinnlichen Kampftechniken und findet dessen Nachfolgeorganisation.

Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) arbeitet in Ann Arbor und trifft auf einen Mann, der behauptet, er könne einen Hamster mit Blicken töten. Beim Gespräch mit dem offensichtlich Verwirrten berichtet dieser von einem geheimen Forschungsprojekt der US-Army zu Psycho-Waffen. Einige Namen fallen. Später gelangt Wilton nach privaten Verwerfungen in den Nahen Osten. Dort trifft er auf einen Vertreter, der sich bei genauerem Hinschauen als Lyn Cassady (George Clooney) erweist, einer der Männer, der bei dem geheimen Forschungsprojekt teilgenommen hat. Wilton schließt sich Cassady an, gemeinsam reisen sie in den Irak ein und werden dort gefangen genommen. Sie können sich befreien und gelangen in einer Schießerei privater Sicherheitsdienste, bevor sie mit einem Auto entkommen. Das Auto explodiert auf einer Landmine, beide irren durch die Wüste. Durch eine Ziege gelangen sie zu einem Wasserloch. Dort werden sie von einem Hubschrauber gerettet und werden in ein Camp verbracht, das von Larry Hooper (Kevin Spacey), einem Veteran des Psycho-Corps geleitet wird. Auch der Gründer dieser Einheit, Bill Django (Jeff Bridges) ist mit an Bord. Wilton und Cassady treffen auf Ziegen und mißhandelte irakische Gefangene. Sie vergiften Rührei und Trinkwasser mit LSD und befreien die Gefangenen und die Ziegen.

So wirr sich diese Handlung anhört, so lustig ist der Film. Denn in die Handlung eingestreut sind Flashback-Szenen aus der Entwicklung der Psycho-Einheit. Jeff Bridges ist wirklich die Idealbesetzung für den verrückten Bill Django, der alle in der Armee foppt. Innerhalb der esoterischen Truppe kam es zu Eifersüchteleien, die letztlich das Ende provozierten. Regisseur Grand Heslov nimmt hier nicht nur den Armeebetrieb, sondern auch gleich mehrere esoterische Richtungen gezielt aufs Korn und versenkt sie. Dieser Film ist daher auch nur etwas für eingefleischte Skeptiker, denn er ist wenig rücksichtsvoll gegenüber esoterischem Gedankengut. Das hervorragende Ensemble trägt den Film über einige Längen, die Gags sind weniger schenkelklopferische Brüller, sondern vielmehr subtile Spitzen. Der Zuschauer weiß oft nicht, auf welcher Ebene der Verrücktheit sich die Handlung abspielt. Aber Clooney, McGregor, Spacey und Bridges bürgen für authentischen Blödsinn.

Filmfacts

  1. Der Film basiert auf dem Sachbuch „Durch die Wand“ von Jon Ronson.
  2. Eine „New Earth Army“ gab es wirklich, sie war aber das Privatvergnügen einiger Offiziere.
  3. Ewan McGregor spielte selbst in den Star Wars Filmen mit – das gibt den vielen Anspielungen auf die Jedi-Krieger eine besondere Note.
  4. Der nicht funktionierende Solarofen ist eine Parodie auf einen existierenden Holzkohleofen, den die US Army bis zum II. Weltkrieg benutzte.
  5. Es gab wirklich einen hochrangigen Militär, der die Army verließ, um ein Handbuch über esoterische Kriegsführung zu schreiben.


The Men Who Stare at Goats (2009)
The Men Who Stare at Goats poster Rating: 6.2/10 (105,780 votes)
Director: Grant Heslov
Writer: Peter Straughan (screenplay), Jon Ronson (book)
Stars: George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey
Runtime: 94 min
Rated: R
Genre: Comedy, War
Released: 06 Nov 2009
Plot: A reporter in Iraq might just have the story of a lifetime when he meets Lyn Cassady, a guy who claims to be a former member of the U.S. Army's New Earth Army, a unit that employs paranormal powers in their missions.

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