James Bond – Der Morgen Stirbt Nie

Hamburger Medienunternehmer und chinesischer Putschist zetteln Krieg zwischen China und Großbritannien an, um einem neuen Nachrichtennetzwerk auf die Sprünge zu helfen.

Zum Start des neuen Bond „Spectre“ hatte ich mal wieder Lust auf einen alten Bond und griff zu diesem Film, der zumindest teilweise in Hamburg spielt:
Auf einem Waffenmarkt für Terroristen werden allerhand gefährliche Dinge feilgeboten. Als die britische Navy das Ziel per Lenkwaffe zerstören will, bemerkt man zu spät, dass auch Atomraketen zum vielfältigen Angebot zählen. Bond (Pierce Brosnan), der vor Ort ermittelt, bringt die Sprengköpfe außer Gefahr. Währenddessen ist ein britisches Kriegsschiff durch ein von Dritten manipuliertes GPS-System zu nah an die chinesische Küste geraten. Ein vom Terroristen Stamper (Götz Otto) geführtes, getarntes Schiff von Terroristen versenkt das Kriegsschiff, schießt ein chinesisches Jagdflugzeug ab und birgt die Atomwaffe, die sich an Bord befindet. Die überlebenden britischen Matrosen werden publikumswirksam mit chinesischen Waffen erschossen. Hinter all diesen Machenschaften steckt der Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce), der sein Mediennetzwerk von Hamburg aus steuert. Bond schleicht sich auf eine große Party Carvers ein, spricht mit dessen Frau Paris (Teri Hatcher), die früher einmal eine von Bonds vielen Geliebten war, lernt die chinesische Agentin Wei Lin (Michelle Yeoh) kennen und wird später von Carvers Schergen gefangengenommen. Er befreit sich und verhagelt Carver die Party, indem er ihm den Strom abschaltet. Paris besucht ihn später in seinem Zimmer im Hamburger Hotel Atlantic und verrät ihm einen geheimen Zugang zu Carvers Büro. Bond dringt in das Medienzentrum ein und stiehlt das Gerät, mit dem die GPS-Koordinaten des britischen Schiffes manipuliert wurden. Als Bond in sein Hotel zurückkehrt, findet er Paris Leiche, die für ihren Verrat büßen musste und von Carvers Leuten ermordet wurde. Jetzt soll auch Bond sterben. Dieser entkommt aber mithilfe seines fernsteuerbaren BMWs. Sein nächster Einsatz führt ihn mithilfe der amerikanischen Verbündeten an die Stelle, an der das Wrack des britischen Kriegsschiffs liegt. Er entdeckt, dass die Atomrakete gestohlen wurde und trifft dabei wieder auf Wei Lin. Die beiden werden gefangengenommen und in Carvers Büro in Saigon gebracht. Dort entdeckt Wei Lin die Zusammenarbeit Carvers mit einem chinesischen General. Bevor die beiden von Stamper gefoltert werden können, entkommen sie und liefern den Verbrechern eine atemberaubende Verfolgungsjagd auf einem Motorrad. Der Konflikt zwischen einer britischen Flottille und einem chinesischen Bomberverband heizt sich auf, aber durch Bonds Informationen können beide Regierungen zusammenarbeiten. Wei Lin und bond spüren das Tarnschiff auf und begeben sich an Bord, um seine Tarnung zu zerstören. An Bord liefern sie sich einen erbitterten Kampf mit den Terroristen. Als das Boot für das britische Radar sichtbar wird, beginnen die Briten mit der Bombardierung und Bond und Wei Lin gelingt es, den Abschuss der Atomrakete auf Bejing zu verhindern.

Im Vergleich zum aktuellen Bond geht es hier doch teilweise sehr geruhsam zu. Der zweite Einsatz von Pierce Brosnan war einer der Versuche, das Franchise nach den Zeiten von Roger Moore weiter zu verjüngen und an frühere Erfolge anzuknüpfen. Es gelang den Produzenten, eine nominell gute Crew zusammenzustellen und die Wahl der Schauplätze war wieder sehr erfolgreich. Die grandiose Actionsequenz eingangs des Films verweist deutlich auf das Aufweichen des bisherigen Ost-West-Feindbildes und ist sehr gut gelungen. Etwas enttäuschend ist Jonathan Pryce als Carver, dieser Figur wird sehr wenig Tiefe zugebilligt, er ist einfach nur ein böser Unternehmer. Auch Götz Otto kann nicht wirklich Akzente setzen. Dafür ist das Drehbuch gut gelungen, es spielt auf aktuelle Entwicklungen wie den Aufschwung der globalen Medien und das Wiederaufkommen regionaler Konflikte an. Auch Michelle Yeoh überzeugt als Partnerin von Bond. Der Film hat ein sehr gutes Tempo und der Einsatz der Gadgets sorgt für manche Überraschung – wenn auch Dinge wie ein sprechendes Navigationssystem oder ein Handy mit Scanner aus heutiger Sicht schon fast altbacken wirken. „Der Morgen Stirbt Nie“ ist trotz fehlender schauspielerischer Glanzlichter ein guter Bond und vor allen Dingen für Hamburg Fans ein Must!

Filmfacts

  1. Der Filmtitel entstand durch einen Übermittlungsfehler. Ursprünglich sollte der Film „Tomorrow Never Lies“ heißen, die fehlerhafte Variante mit „Tomorrow Never Dies“ überzeugte aber die Produzenten.
  2. Teri Hatcher war während der Dreharbeiten im dritten Monat schwanger.
  3. Gerard Butler hat als Besatzungsmitglied des versenkten Kriegsschiffs einen seiner ersten Filmauftritte.
  4. Die Dänischlehrerin, die Bond zu Begin des Films „Privatstunden“ gibt, war Brian Adams damalige Freundin Cecilie Thomsen.
  5. Carvers Medienzentrum sucht man in Hamburg vergeblich, die Szenen wurden in einem IBM-Gebäude im englischen East Bedfont gedreht.


Tomorrow Never Dies (1997)
Tomorrow Never Dies poster Rating: 6.5/10 (142,599 votes)
Director: Roger Spottiswoode
Writer: Bruce Feirstein
Stars: Pierce Brosnan, Jonathan Pryce, Michelle Yeoh, Teri Hatcher
Runtime: 119 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Thriller
Released: 19 Dec 1997
Plot: James Bond heads to stop a media mogul's plan to induce war between China and the UK in order to obtain exclusive global media coverage.

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