J.J. Abrams – Regisseur mit vielen Tricks

Bildquelle: Paramount
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Jeffrey Jacob Abrams wie er mit vollem Namen heißt ist der Regisseur der beiden neuen Star Trek-Abenteuer und gehört zu den ganz Großen in Hollywood. Wer in New York geboren ist und in Los Angeles aufwächst saugt Film schon mit der Muttermilch auf. Zumal Vater und Mutter als Produzenten tätig sind. Nachdem er mit TV-Produktionen erfolgreich war gab er mit Mission-Impossible 3 sein Debut als Regisseur. Hier zeigte er sein großes Talent, Action gut in Szene zu setzen.

Weil Tom Cruise die TV-Serie  ‚Alias – Die Agentin‘ so gut gefiel bekam Abrams den Job für Mission Impossible. 2009 war es dann soweit und er durfte an Star Trek ran. Dabei setzt er exzessiv die sogenannten Lens Flares ein oder auch Blendeflecken genannt. Dabei leuchten Scheinwerfer aus dem Hintergrund direkt in die Kamera. Normalerweise genau das, was jeder gute Kameramann zu verhindern versucht. Doch Abrams hat daraus eine Kunst gemacht, um Realität zu erzeugen. Denn er weist zu Recht darauf hin, dass es ja auch in der realen Wahrnehmung ständig dieses Licht gibt. Schon in der Eröffnungsszene von seinem ersten  Star Trek-Film sieht man diesen Effekt. Doch  in einem Interview bei der Premiere von  ‚Star Trek – Into Darkness‘ gibt er offen zu , dass er es wohl etwas übertrieben hat:

„Aber ich sage euch, es gab Zeiten, da arbeitete ich an einer Einstellung und dachte ‘Oh, das wird wirklich cool… mit diesem Lens Flare.’ Aber ich weiß jetzt, dass es zu viel ist, und ich entschuldige mich. Ich sehe es jetzt völlig ein. Ich hatte meiner Frau eine frühe Version von Star Trek Into Darkness gezeigt und da gab es eine Szene, bei der sie tatsächlich meinte, ‘Ich kann einfach nicht sehen, was gerade passiert. Ich verstehe nicht, was das soll.’ Und ich so: ‘Ja, da habe ich es übertrieben.’“

Ob es zuviel ist sollten am besten die Fans beurteilen. Einen weiteren Trick setzt er permanent ein. Er klopft in unregelmäßigen Rhythmus leicht auf die Kamera. Damit erzeugt er eine beständige Unruhe, die spannungsgeladenen Szenen noch Eins drauf setzen. Wer noch mehr von den Tricks von Abrams erfahren möchte, sollte sich auf der Blue-Ray einfach die Extras anschauen. Dort wird unter Anderem erklärt, wie der  freie Fall aus dem Raumschiff auf die Erde gefilmt wurde. Sehr beeindruckend und doch so simpel. Im Januar 2013 hat er den endgültigen Ritterschlag erhalten in dem Disney ankündigte, dass er die Regie beim siebten Teil der Star-Wars-Reihe führen wird. Das läßt sich nun wirklich nicht mehr steigern.

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