Inferno

Richard Langdon soll im Dienst der Weltgesundheitsorganisation ein Dante-Rätsel lösen, um einen gefährlichen Krankheitserreger zu finden.

Die Bücher von Dan Brown sind gleichzeitig spannend und lehrreich. Ich habe sie alle gelesen, auch das „Inferno“. Außerdem mag ich Tom Hanks als Schauspieler. Deshalb war es klar, dass dieser Film auf der großen Leinwand genossen werden musste.

Richard Langdon (Tom Hanks), der berühmte Wissenschaftler wacht in einem Krankenhaus in Florenz auf. Er kann sich nicht mehr erinnern, wie er dort hingekommen ist und wie er zu der Kopfverletzung, die ihm wirre Visionen verschafft, gekommen ist. Die junge Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) kümmert ihn und bringt ihn, nachdem eine wildgewordene Polizistin versucht, Langdon zu ermorden, bei sich zuhause unter. In seinen abgelegten Kleidungsstücken findet er einen Behälter für gefährliche Errege, der auf ihn codiert ist. Doch statt einer gefährlichen Flüssigkeit findet sich hier ein Projektor, der ein Bild der Hölle auf die Wand projiziert. Langdon erkennt trotz seiner Einschränkungen, dass hier ein Code verborgen ist. Dieser stammt vom Millionär Zobrist, der versucht, das Problem der Überbevölkerin mit einer mörderischen Seuche zu lösen. Langdons Versuch, das US-Konsulat zu kontaktieren, endet darin, dass sowohl ein Überfallkommando der WHO als auch die mörderische Polizistin ihm auf die Spuren kommen. Brooks und Langdon fliehen und landen auf der Suche nach Kunstwerken aus der Dante-Zeit in verschiedenen Museen in Florenz. Offenbar hat Langdon in der Nacht zuvor eine wertvolle Totenmaske von Dante gestohlen, dieses wird auf einem Überwachungsvideo deutlich. Langdon und Brooks fliehen jetzt auch vor der Polizei. Sie verbünden sich zunächst mit dem WHO-Agenten Christoph Bruder(Omar Sy), der behauptet, Langdons alte Freundin Elizabeth Sinskey würde das Virus an fremde Mächte verkaufen wollen. Gemeinsam geht es nach Venedig. Auf dem Weg dahin bemerkt Langdon, dass nicht Elizabeth Sinskey, sondern Bruder der Verräter ist. Brooks und Langdon entkommen ihm. Gleichzeitig ist Sinskey auf der Suche nach Langdon, um ihn zu retten. Sie verbündet sich mit Harry Sims, dem Anführer einer Geheimorganisation, die zunächst Obrist unterstützt hatten, jetzt aber im Angesicht der Gefahr für die Menschheit abtrünnig werden. Sie kommen Langdon auf die Spuren und reisen nach Venedig. Dort hat sich Sienna Brooks von Langdon getrennt. Sie ist die Freundin des verstorbenen Zobrist und will dessen Plan auf eigene Faust umsetzen. Langdon wird von Bruder verschleppt und verhört. Hier tritt Geheimagent Sims auf den Plan: Er befreit Langdon und tötet Bruder. Das finale Drama spielt sich dann in einem unterirdischen See unterhalb von Istanbul ab. Nur wenig Zeit verbleit, um die geplante Freisetzung des Virus zu verhindern. Sienna will diese Freisetzung mithilfe von lokalen Verbündeten und zwei Sprengladungen beschleunigen. Erst in letzter Sekunde gelingt es Elizabeth Sinskey und Langdon, das Virus einzudämmen.
Inferno ist ein überdurchschnittlich spannender Thriller. Aber genau wie das Buch zeigt er, dass die Werke von Dan Brown nicht unbedingt besser werden. Regisseur Ron Howard verzichtet weitestgehend darauf, den Zuschauer mitraten zu lassen. Das beschleunigt den Film, nimmt aber etwas geistiges Beschäftigungspotenzial. Gleichzeitig bleiben die wirren Visionen Langdons mit den zahlreichen Dante-Motiven so relativ isoliert stehend. Der Handlungsfluss ist sehr schnell und zügig, es gibt die üblichen Überraschungen und Wendungen, wenn sich scheinbare Verbündete als Feinde entpuppen und umgekehrt. Die schauspielerische Leistung von Tom Hanks ist auf gewohnt solidem Niveau, auch seien Mitspieler können mithalten, ohne wirklich herausragende Leistungen zu produzieren. Inferno ist ein Film, der gut unterhält, der aber nicht wirklich dauerhafte Wirkung zeigt.

Filmfacts

  1. Regisseur Ron Howard hat auch die ersten beiden Richard Langdon Bücher mit Tom Hanks verfilmt.
  2. Felicity Jones wurde für Ihre Rolle in „Die Entdeckung der Langsamkeit“ für einen Oskar nominiert.
  3. Im Buch hatten Richard Langdon und Elizabeth Sinskey keine romantische Vorgeschichte.
  4. Sidse Babett Knudsen und Tom Hanks spielten schon in „Ein Hologramm für den König“ zusammen.
  5. Der vierte Roman der Langdon Reihe wurde als dritter Film gewählt, weil die Produktion für „Das verlorene Symbol“ als zu schwierig erwies und sowohl Ron Howard als Regisseur als auch Tom Hanks als Hauptdarsteller nicht zur Verfügung standen.

Inferno (2016)
Inferno poster Rating: 7.1/10 (359 votes)
Director: Ron Howard
Writer: Dan Brown (based on the novel by), David Koepp (screenplay)
Stars: Ben Foster, Tom Hanks, Sidse Babett Knudsen, Felicity Jones
Runtime: 121 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Crime, Drama
Released: 28 Oct 2016
Plot: When Robert Langdon wakes up in an Italian hospital with amnesia, he teams up with Dr. Sienna Brooks, and together they must race across Europe against the clock to foil a deadly global plot.

Inferno [Blu-ray]

Price: EUR 11,99

 

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