Independence Day: Wiederkehr

20 Jahre nach dem Alien-Angriff kehren die Feinde noch einmal zurück. Nur die gesamte Kraft der Menschheit und außerirdischer Verbündeter kann die Erde retten.

Es gibt niemanden, der die Welt so eindrucksvoll untergehen lassen kann wie der deutsche Regisseur Roland Emmerich, der inzwischen einen festen Platz im Hollywood-Universum hat. Der Vorgänger „ID4“ zählt zu den absoluten Klassikern des Science-Fiction-Genres. Deshalb war es klar, dass „Independence Day: Wiederkehr“ möglichst schon vor dem offiziellen Start begutachtet werden musste. Mein Fazit – wie immer am Ende des Textes…

Es ist der Unabhängigkeitstag 2016. Die Erde hat sich vom Angriff der Aliens vor 20 Jahren erholt und die Übernahme einiger Technologien hat zu gewaltigen technischen Fortschritten geführt. Während die große Feier geplant wird und eine neue Alienkanone auf dem Mond eingeweiht wird, taucht ein Algenschiff auf. Dieses wird sicherheitshalber mal abgeschossen. Forscher in Afrika inspizieren eines der alten Alienschiffe und bemerken Signale, die dieses an seine Heimatwelt schickt. Sie inspizieren auch das abgeschossene Raumschiff auf dem Mond und bergen eine merkwürdige Kapsel. Doch dann rollt der nächste Alien-Raumschiff an. Es ist relativ groß und bedeckt den gesamten Atlantik. Die fiesen Insekten wollen den Erdkern anbohren. Die Aliens stellen den Menschen eine Falle, bei der letztere einen großen Teil ihrer Luftflotte verlieren. Letzter Rückzugspunkt ist die Area 51. Hier entschlüsseln kundige Wissenschaftler – Veteranen vom ersten Angriff – die Kapsel vom Mond und stellen fest, dass sie von einer Spezies kommt, die den Menschen helfen und die Aliens bekämpfen will. Die Kapsel dient als Lockvogel für den Vernichtungsangriff der Aliens. Dieser gelingt und es werden wieder Friede, Freude und Eierkuchen gereicht.

Merkt Ihr, dass ich den Film nicht ganz ernst nehmen konnte? Wenn jemand für mich die 37 Tonnen Pathos weggeräumt hätte, wäre der Film sehr annehmbar gewesen. Obwohl die Schauspieler bis auf die alten Charaktere (Jeff Goldblum, Bill Pullman) eher blass bleiben. Auch Liam Hemsworth ist nicht ein zehntel so lustig wie Will Smith. Was bleibt ist die typische Emmerich-Melange aus Zerstörung, Chaos, Kitsch, Pathos und ein paar coolen Sprüchen. Emmerich schafft es, aus einem Alien-Film mit fiesen Monster ein familientaugliches Spektakel zu machen. Das muss man erst einmal hinbekommen. Es ist für jeden was dabei, für das weibliche, auf RomComs fixierte Publikum, für Kinder ein paar süße Szenen mit Tieren. Darum kann man dem Film auch nicht wirklich böse sein: Er versucht, ein General Interest Publikum anzusprechen und schafft das auch. Für den Hardcore – Science-Fiction oder Monster – Fan bleibt dann ein bisschen Enttäuschung hängen.

Streiten kann man natürlich über das dicke Pathos, mit dem Emmerich den ganzen Film zukleistert. Dabei ist es für mich immer wieder überraschend, wie es einem deutschen Regisseur gelingt, so viel US-Pathos zu verteilen. Streiten kann man auch über das alternde Schwulen-Wissenschaftler-Pärchen. Emmerich versucht hier, schwule Beziehungen überpointiert als völlig normal darzustellen – was sie ja glücklicherweise auch inzwischen sind. Aus einer urbanen mitteleuropäischen Perspektive wirkt das etwas komisch, aber vielleicht hilft es einem Kind in der tiefsten amerikanischen Provinz, weil es das erste Mal in seinem Leben sieht, dass zwei Männer liebevoll miteinander umgehen und das völlig in Ordnung ist. Ich bin mir sicher, dass diese Szenen in einigen internationalen Versionen des Films nicht erscheinen werden. Dass Hollywood genau das akzeptieren wird, zeigt auch die Zweischneidigkeit dieses pädagogischen Unterfangens.

Der Plot ist für den Liebhaber des Ursprungsfilms relativ vorhersehbar. Aber das stört nicht wirklich. Weil Emmerich statt einer Handlung hier erfolgreich auf die altbekannte Schweinetaktik setzt: Mehr vom Gleichen. Das wird deutlich am Raumschiff, dass (Filmzitat) 20mal größer ist als beim letzten Mal. Alles ist viel schlimmer, hässlicher und auswegloser. Diese Taktik mag für eine Fortsetzung reichen, ich bin mir aber nicht sicher, ob das für das Oeuvre zum 40. Jubiläum reichen wird.

Insgesamt ist „Independence Day: Wiederkehr“ unterhaltsam, aber keineswegs notwenig. Kann man sehen, muss man nicht.

Filmfacts

  1. Der Film hatte ein Budget von 200 Millionen Dollar – 125 Millionen Dollar mehr als der Vorgänger.
  2. Kurz nach dem Erfolg des Vorgängers wurde ein Drehbuch für eine Fortsetzung bestellt – der Drehbuchschreiber kapitulierte zunächst an der Aufgabe. Erst 15 Jahre später wurde der Nachfolger projektiert.
  3. Eine weitere Fortsetzung ist geplant.
  4. Will Smith wollte angeblich 50 Millionen Dollar Gage für die beiden Fortsetzung – man entschied sich gegen ihn.
  5. Susan Sarandon lehnte die Rolle als Präsidentin ab weil ihr das Drehbuch unverständlich erschien.


Independence Day: Resurgence (2016)
Independence Day: Resurgence poster get link Rating: 5.9/10 (7,058 votes)
mujer soltera en panama Director: Roland Emmerich
http://www.cilentoescursioni.it/?kiskwa=assistenza-iq-option&02c=af Writer: Nicolas Wright (screenplay), James A. Woods (screenplay), Dean Devlin (screenplay), Roland Emmerich (screenplay), James Vanderbilt (screenplay), Dean Devlin (story by), Roland Emmerich (story by), Nicolas Wright (story by), James A. Woods (story by), Dean Devlin (based on characters created by), Roland Emmerich (based on characters created by)
http://kokiqq.net/?ruuw=best-automated-binary-options-robot&8d4=2a Stars: Liam Hemsworth, Jeff Goldblum, Jessie T. Usher, Bill Pullman
iqopzions Runtime: 120 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 24 Jun 2016
Plot: Two decades after the first Independence Day invasion, Earth is faced with a new extra-Solar threat. But will mankind's new space defenses be enough?

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