Ich – Einfach Unverbesserlich 2

Ich - Einfach Unverbesserlich 2
Nach dem ersten Teil von „Ich – Einfach Unverbesserlich“, war klar, dass ich den zweiten Teil auf jeden Fall auch noch sehen muss. Zumal die Mund-zu-Mund-Propaganda den zweiten Teil sehr gehyped hat.

Der frühere Schurke Gru wird engagiert, einen Superdieb zu finden, der ein gefährliches Serum gestohlen hat.

Wir erinnern uns: der Oberschurke Gru ist mittlerweile begeisterter Adoptivvater der drei kleinen Mädchen Margo, Edith und Agnes, die er im ersten Teil geholt hatte, um den Mond zu stehlen. Die neue Rolle gefällt ihm so sehr, dass er ehrlich geworden ist und versucht, mit Marmelade sein Geld zu verdienen. Dabei helfen ihm seine Minions und Dr. Nefario, der versucht ein Rezept für die neue Marmelade zu erfinden. Doch das wird dem Doktor zu langweilig und er nimmt ein Angebot eines anderen Schurken an, um einen superfiesen Coup zu landen. Die Szene ist schon der Hit, wie Dr. Nefario von 21-Furz-Kanonenschüssen verabschiedet wird und im Schneckentempo erst mit seinem Rollstuhl und dann genauso langsam mit einem Raketenstuhl abdüst.

Weil ein Superdieb in der Arktis ein komplettes Labor mit einem gefährlichen Serum geklaut hat, möchte die Anti-Verbrecher-Liga (AVL) Gru engagieren, um den Dieb zu finden. Dafür lassen sie Gru durch die Agentin Lucy Wilde entführen, die ihn mit ihrem Elektro-Lippenstift Schachmatt setzt. Ganz im Stil von James Bond packt sie ihn in den Kofferraum ihres klapprigen Autos, das sich dann unter Wasser in ein U-Boot und später im Film auch in einen Flugapparat verwandelt. Die AVL residiert in einem riesigen U-Boot unter Wasser und dort wird Gru dem Chef der AVL vorgeführt. Gru lehnt den Auftrag ab, weil er seine Ruhe haben möchte. Doch als Dr. Nefario ihn verlässt, nimmt er den Auftrag an. Nicht zuletzt, weil ihm Lucy Wilde auch ganz gut gefällt.

Den Dieb vermuten sie in einem Einkaufszentrum. Deshalb mieten sie sich dort einen Cupcake-Laden, um jeden einzelnen Shop-Betreiber unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird klar, dass Lucy über mindestens genauso coole Waffen verfügt, wie Gru. Ihre sind nicht so groß und gewaltig, sondern eher klein aber mit großem Durchschlag, so wie ihr Lippenstif-Shocker. Einer der Verdächtigen ist der Restaurant-Betreiber Eduardo. Gru glaubt, dass Eduardo in Wirklichkeit der Oberschurke El Macho ist, der anscheinend tot sein soll. Später zeigt sich, dass Gru Recht hatte. In der Zwischenzeit verliebt sich Margo in Eduardos Sohn und Gru vollends in Lucy. Als El Macho diese entführt, kommt Grus große Stunde und zusammen mit den Minions kann er sie befreien.

Auch wenn der Überraschungseffekt des ersten Teils hier nicht mehr greift, weil alle Figuren und die Grundstruktur mit den übertriebenen Waffen und einer Welt, in der alles möglich ist, schon bekannt ist, schafft es der zweite Teil erneut, eine gute Story zu liefern, die unterhält. Die Figuren Gru, die Minions und die drei Mädchen sind so sympathisch, dass es der ganzen Familie Spaß macht, ihnen zuzuschauen. Und allein die Szenen mit den Minions sind es schon Wert, den Film zu sehen. Wie beliebt diese sind, zeigen die Kurzfilme auf YouTube, mit wahnsinnigen Click-Zahlen. Dass sich die Minions im Film durch das Serum in blaue, kleine Monster verwandeln, die genauso bekloppt sind wie die gelben Originale ist eine klasse Idee. Und mit Lucy Wilde wurde eine neue Figur eingeführt, die auch gut funktioniert.

Die Story hält die Spannung durchgängig hoch und auch wenn immer klar ist, dass die Guten gewinnen, freut man sich über die vielen Wendungen, bis es soweit ist. Für mich ist dieser Animations-Spaß auch einer der wenigen Filme, bei dem sich 3-D lohnt. Das war schon im ersten Teil mit der Achterbahnfahrt so. Klar, dass nach dem Abspann die Minions auch hier nochmal einen extra Auftritt haben, der mit dem 3-D-Effekt spielt. Bringt zu Hause vor dem Bildschirm natürlich wenig, weil die Wenigsten einen 3-D-Fernseher haben. Trotzdem sind die Minions auch ohne 3-D schon lustig genug.

Aus Amerika hört man, dass schon ein dritter Teil in Arbeit ist. Das macht bei diesem gelungenen Sequel auch wirklich Sinn, da die Figuren einen großen Teil des Unterhaltungs-Wertes ausmachen und fast jede Story tragen können. Nur zu kitschig darf es nicht werden, wie zum Beispiel der Schmalz-Song, den einer der Minions bei der Hochzeit von Gru und Lucy singt. Da sind die Macher etwas zu weit gegangen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt an diesem perfekten Familien-Entertainment.

Fakten:
1. Im ersten Teil verstört Gru einen kleinen Jungen, als er seinen Ballon kaputt macht. Derselbe Junge muss im zweiten Teil zuschauen, wie sein Stofftier mit Luft gefüllt wird und platzt.
2. Als Lucy Gru ihre Karte gibt, sieht man klar die Nummer 626-584-5723. Wenn man diese Nummer in den USA anruft, kommt ein Band mit der Stimme von Lucy Wilde.
3. Ursprünglich sollte Al Pacino in der Original-Version den El Macho sprechen. Obwohl er schon alles eingesprochen hatte, wurde er aufgrund „künstlerischer Differenzen“ ersetzt.
4. Als Gru zum ersten Mal in den Keller zu den Minions geht, sieht man eine Gruppe von ihnen auf einem Balken frühstücken. Diese Szene wurde dem berühmten Bild der Bauarbeiter auf einem Balken eines Wolkenkratzers über Manhattan nachempfunden.
5. Die Gesten aller amerikanischen Synchron-Sprecher wurden beim Sprechen der Rollen gefilmt und den animierten Figuren unterlegt.

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