Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm

Amerikanischer Distanzreiter und sein Mustang aus dem wilden Westen nehmen an einem Wüstenritt über 3000 Meilen in Arabien teil und müssen sich durch allerlei Gefahren kämpfen.

Das ist ein Film für Pferdefreunde. Also eigentlich nichts für mich. Da ich aber mindestens zwei große (kleine) Pferdefreunde zu meiner engsten Familie zähle, muss ich mich manchmal auch der Erwartungshaltung meiner jungen Damen anpassen. Dieser Film war mir von einer weiteren Pferdefreundin aufs Wärmste empfohlen worden. Zeit also für einen Filmabend mit den Girls:

Frank Hopkins (Viggo Mortenson) ist eine Legende des wilden Westens. Seit langer Zeit bestreitet er Distanzritte und -rennen mit seinem Mustang Hidalgo. Die beiden verlieren kein Rennen. In den Zeiten der Indianerkriege ist Hopkins als Bote für das US-Militär unterwegs und muss einige böse Massaker an den indianischen Ureinwohnern miterleben. Er selbst ist Halbindianer, gibt sich aber als Weißer. Später tritt er in der herumreisenden Western-Show von Buffalo Bill auf. Er ist vom Alkoholismus geprägt und sieht nur noch wenig Sinn in seinem Nomadenleben. In der Show wird er vom Abgesandten eines arabischen Scheichs angesprochen. Dieser ist irritiert über die Behauptung, Hidalgo sei das beste Langstreckenpferd der Welt. Er lädt Hopkins und Hidalgo zu einem spektakulären Wüstenrennen über 3.000 Meilen ein. Auf der Überfahrt lernt Hopkins die Britin Lady Ann Davenport kennen. Diese hat als Kind bei den Beduinen gelebt und lässt eines ihrer Pferde am Rennen teilnehmen. Sie ist – wie alle Züchter arabischer Vollblute – erpicht auf die älteste Blutlinie der Araber Zucht. Diese wird von Scheich Riyadh (Omar Sharif) verwaltet. Er hat seine Tochter Jazira dem Reiter seines Hengstes versprochen, sollte dieser das mit 100.000 Dollar dotierte Rennen gewinnen. Hidalgo und Hopkins werden zunächst verlacht, dann bekämpft. Etliche Widrigkeiten von trockenen Strecken, bösartigen Gegnern, korrupten Brunnenhütern etc. müssen überwunden werden. Die junge Jazira hilft Hopkins mit Expertenwissen zur Wüste, weil sie verhindern will, dass der Reiter des väterlichen Hengstes gewinnt uns sie ihn ehelichen muss. Doch ein Treffen von Jazira und Hopkins wird ihnen zum Verhängnis – der Scheich will den angeblichen Verlust der Unschuld seiner einzigen Töchter rächen.Ein Beduinen-Überfall bei dem Jazira entführt wird, rettet Hopkins. Er befreit Jazira mit einer List und nimmt das Rennen wieder auf. Auf den letzten Meilen rettet er einen Konkurrenten, der in ein Treibsandfeld geraten ist. Er selbst und sein Hengst werden von einer bösartigen Fallgrube verletzt. Hinter den Nachstellungen steckt die ruchlose Ann Davenport, die seinen Sieg verhindern will, um ihre Stute mit dem traditionsreichsten Hengst zu kreuzen. Als Hopkins den verletzten Hidalgo schon erschießen will, wacht das Pferd auf wundersame Weise auf und beide setzen zum erfolgreichen Schlusspurt an. Hopkins und Hidalgo kehren in den Westen zurück, wo Hopkins sein Preisgeld investiert und eine große, zur Abschlachtung stehende Mustang-Herde freikauft und gemeinsam mit Hidalgo freilässt.

Dieser Film hat so seine Längen. Für junge Zuschauer sind die endlosen Szenen, die grandiosen Landschaftsbilder und die vielen Minuten quasi ohne jede Handlung fast unaushaltbar. Man muss schon ein großer Freund von Pferden und Landschaften sein, wenn man diesen Film mag. Mortensen spielt überzeugend, ebenso Omar Sharif. Doch für einen wirklich großen Film fehlt die Frage, der die Handlung nachgeht. Der Identitätskonflikt des Halbblutes Hopkins reicht dafür nicht aus – und tritt im Film auch zu selten in den Vordergrund. Spannung gibt es immer nur alle Viertelstunde, bis dahin plätschert der Film so vor sich hin. Kann man sehen, wenn man Pferde mag. Muss man aber nicht.

Filmfacts

  1. Der Film basiert auf den Memoiren des späten Western-Helden Frank Hopkins.
  2. Hopkins bestritt bis zu seinem 60. Lebensjahr Distanz-Rennen.
  3. Viggo Mortenson ist ein sehr guter Reiter und drehte seine Stunts komplett selbst.
  4. Nach dem Film erwarb Mortensen eines der fünf Pferde, die Hidalgo gespielt haben.
  5. Der Film hatte ein Budget von ca. 100 Millionen Dollar, spielte dieses aber bei weitem nicht wieder ein.


Hidalgo (2004)
Hidalgo poster Rating: 6.6/10 (66,022 votes)
Director: Joe Johnston
Writer: John Fusco
Stars: Viggo Mortensen, Zuleikha Robinson, Omar Sharif, Louise Lombard
Runtime: 136 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Western
Released: 05 Mar 2004
Plot: In 1890, a down-and-out cowboy and his horse travel to Arabia to compete in a deadly cross desert horse race.

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