Frühstück bei Monsieur Henri

Junge Prüfungsversagerin zieht bei griesgrämigem Kauz ein und entdeckt endlich, wofür ihr Herz schlägt.

„Frühstück bei Monsieur Henri“ ist einer dieser französischen Filme, bei denen es um Beziehungen und ungewöhnliche Begegnungen geht. Die französischen Filmemacher haben in den letzten Jahren viel Erfolg mit diesen hoch emotionalen Stoffen gehabt. Grund genug, mir diesen Film einmal anzusehen:

Zusammenfassung

Constanze (Noemi Schmidt) ist eine junge Frau, die in ihrem Leben noch nicht so viel zustande gebracht hat. Sie ist eine Prüfungsversagerin und hat weder den Führerschein noch einen gescheiten Schulabschluss. Zu dieser Misere trägt sicher ihr Vater bei, der ihr immer wieder einredet, sie sei eine Versagerin. Constanze flüchtet nach Paris, wo sie die Eignungsprüfung für ein höhere Schule ablegen will. Über ein Inserat ist sie an den griesgrämigen Rentner Henri (Claude Brasseur) gekommen – sein Sohn hatte es aufgegeben. Trotz bestehender Antipathien bekommt die chronisch klamme Noemi das Zimmer. Henri versucht, Noemi in den Kampf gegen seine ungeliebte Schwiegertochter Valerie einzuspannen. Er verspricht ihr freies Wohnen, wenn sie es schafft, seinen Sohn Paul zu verführen und so Valerie loszuwerden. Nach anfänglichen Bedenken legt Constanze los und landet auch gleich bei Paul. Nach einem gemeinsamen Clubbesuch mit Constanzes Kollegen kommt Paul früh am Morgen nach Hause. Sein Lügengerüst bricht schnell ein und Valerie zieht zu ihrer Mutter. Der aufgekratzt Paul versucht, bei Constanze zu laden, scheitert aber. Inzwischen fördert der griesgrämige Henri das kompositorische Talent von Constanze. Sie bereitet sich auf die Aufnahmeprüfung einer Londoner Musikschule vor. Die Ehe von Valerie und Paul ist gerettet, als Valerie unerwartet schwanger ist – das Paar wünschte sich seit Jahren Nachwuchs. So wächst die kleine Familie zusammen. Während Constanzes Prüfungen am Konservatorium in London verstirbt Henri und vermacht ihr sein geliebtes Klavier

Kritik

Den Schauspielern Noemi Schmidt und Altmeister Claude Brasseur (ja, man kennt ihn noch aus „La Boum“) gelingt es, in „Frühstück bei Monsieur Henri“ eine sehr dichte Dialogatmosphäre aufzubauen. Beide verfügen über einen guten Wortwitz und schenken sich in den intensiven Auseinandersetzungen ihrer Dialoge nichts. Im Film gibt es sehr viele emotional aufgeladene Momente beispielsweise des Fremdschämens. Mit Valerie ist auch eine Figur komponiert, die unrealistisch „doof“ daherkommt – schon sehr stark karikierend. Insgesamt zieht einen die Geschichte in den Bann, auch wenn vieles vorhersehbar ist. „Frühstück bei Monsieur Henri“ ist ein netter Film. Nicht mehr und nicht weniger.

Filmfacts

  1. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hier um die Verfilmung eines Theaterstücks. Der Autor Ivan Calbérac verfilmte sein eigenes Werk.
  2. Hauptdarstellung Noemi Schmidt ist Schweizerin.
  3. Schmidt gewann einen Darstellerpreis beim Festival von Cabourg und bekam eine Nominierung für den renommierten César.
  4. Claude Brasseur war in den 60er Jahren Teil der französischen Bobmannschaft und nahm mehrfach an der Rally Paris-Dakar teil.
  5. Der Film wurde beim Festival du film d’Angoulème 2015 uraufgeführt.


The Student and Mister Henri (2015)
The Student and Mister Henri poster Rating: 6.6/10 (226 votes)
Director: Ivan Calbérac
Writer: Ivan Calbérac (dialogue), Ivan Calbérac (play), Ivan Calbérac (screenplay)
Stars: Claude Brasseur, Guillaume de Tonquedec, Noémie Schmidt, Frédérique Bel
Runtime: 98 min
Rated: N/A
Genre: Comedy
Released: 07 Oct 2015
Plot: An elderly curmudgeon lets out a room in his large apartment rent-free to a young student - on condition that she does everything in her power to ruin his son's marriage.

Rating: 7.0. From 1 vote.
Please wait...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.