Escape Plan

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Ein Film mit den alten „Haudruffs“ Stallone und Schwarzenegger. Als Fan der „Expendables“-Reihe muss ich so ein Werk begutachten.

Ausbruchs-Profi wird gelinkt und soll in illegalem Schiffsgefängnis verschimmeln, trifft auf prügelfestes Genie und entkommt nach Marokko.

Oh Mann. Mit cineastisch wertvollen Dialogen hatte ich ja nicht wirklich gerechnet. Aber was sich Stallone und Schwarzenegger hier so zumurmeln, ist manchmal schon nicht mehr lustig. Aber der Reihe nach: Der Plot ist einfach. Hatten wir auch irgendwie mit gerechnet. Nach einem Muster-Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis identifiziert sich Ray Breslin (Stallone) als Profi, der die Sicherheit von Strafanstalten im Regierungsauftrag inspiziert. Dabei ist er eine Art muskulöser Version von MacGyver. Als nächster Job steht ein geheimes CIA-Gefängnis auf dem Plan. Doch natürlich geht das schief und Stallones Sicherheitsmaßnahmen erweisen sich als nutzlos – er sitzt im Knast fest. Drinnen lernt er den bärbeißigen Rottmayer kennen – Schwarzenegger. An dieser Stelle gibt es einen Doppellacher denn zum einen erinnert der Name an Heidis fiese Gouvernante und zum anderen hat man dem Schwarzenegger einen alpinen Synchronsprecher verpasst, der alleine schon das Potenzial zur Körperverletzung in sich trägt. Die beiden Haudruffs freunden sich an, prügeln sich zum Schein und schmieden Ausbruchspläne. Ein muslimischer Mitgefangener wird erst unflätig beschimpft, gerät dann zum Komplizen und stirbt zum Schluss den Märtyertod. Auch hier bedient Sie ein Klischee. Die Dialoge sind mehr als sparsam. Nur wenige sprachliche Perlen konnten sich in die Dialogregie einschleichen. Der Film kulminiert in einer Massenschlägerei, einer Schießerei an Deck, einer waghalsigen Helikopterflucht, dem Wiederauftritt des Terminators als Maschinengewehr-schwingenden Troll und einer familiäre Versöhnung.
Das eigentliche Problem des Films erschließt sich schnell: Sowohl Stallone als auch Schwarzenegger wollen sich als in Muskelfleisch verpackte Intellektuelle positionieren. Das wird aber immer wieder von der Dialogregie, der durch kosmetische Chirurgie wirksam unterbundenen Mimik und die unterirdische Synchronstimme von Schwarzenegger effektiv unterbunden. Muss man das sehen? Nein. Kann man das sehen? Ja. Mit möglichst viel Bier. Ich hab es nüchtern gesehen.

Lieblingssprüche:

1. Du schlägst zu wie ein Vegetarier.
2. Du bist ganz schön schlau. So siehst Du gar nicht aus.


Filmfacts

  1. Bei den Dreharbeiten zog sich Stallone eine Achillessehnenverletzung zu.
  2. Der sadistische Oberwärter wird vom ehemaligen britischen Fußballer Vinnie Jones gespielt.
  3. Bruce Willis sollte ursprünglich den Ausbruchsexperten Ray Breslin verkörpern.
  4. Stallone und Schwarzenegger planten seit den 80er Jahren einen gemeinsamen Film
  5. Während der Dreharbeiten erfuhr Stallone vom tragischen Tod seines Sohns Sage
Escape Plan (2013)
Escape Plan poster Rating: 6.8/10 (165,359 votes)
Director: Mikael Håfström
Writer: Miles Chapman (screenplay), Jason Keller (screenplay), Miles Chapman (story)
Stars: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jim Caviezel, Faran Tahir
Runtime: 115 min
Rated: R
Genre: Action, Mystery, Thriller
Released: 18 Oct 2013
Plot: When a structural-security authority finds himself set up and incarcerated in the world's most secret and secure prison, he has to use his skills to escape with help from the inside.
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