Eat Pray Love

Eat Pray Love
Ich hatte den Film im Kino leider verpasst. Als ich ihn dann im Flieger sehen konnte, habe ich sogar den kleinen Bildschirm in Kauf genommen, weil so viele Freunde davon geschwärmt hatten. Ok, es waren mehr die Freundinnen, die den Film empfohlen hatten.

Nach ihrer Scheidung reist eine Frau nach Italien, Indien und Bali auf der Suche nach sich selber und findet Freunde, Spaß am Leben und schließlich die Liebe.

„Eat Pray Love“ basiert auf dem gleichnamigen Bestsellers des autobiografischen Romans von Elizabeth Gilbert. Die Ehe der Amerikanerin Liz (Julia Roberts) ist am Ende. Immer öfter findet sie sich schluchzend am Boden ihres Badezimmers, weil sie dem Kinderwunsch ihres Mannes nicht nachgeben kann, da sie sich noch nicht bereit dafür fühlt. Die Scheidung ist das Ende des Liedes. Doch der „Scheidungskrieg“ dauert lange und danach beschließt sie, in drei Länder, die mit „I“ anfangen zu reisen, um sich selbst zu finden. Zuerst geht es nach Italien. In Rom lernt sie Italienisch und die italienische Lebensart. Gutes Essen und lange Abende mit Freunden. Deswegen steht Rom für „Eat“.

Danach reist sie weiter in einen Ashram nach Indien. Mit Meditation und stundenlangem Schweigen kommt sie zur Ruhe. Bei der Bewältigung ihrer Depressionen, hilft ihr der Amerikaner Richard. In langen Gesprächen mit ihm findet sie ihren inneren Frieden. Dafür steht das „Pray“ im Titel.
Und schließlich geht es nach Bali in Indonesien, weil ihr vor Jahren ein Medizinmann dort prophezeit hatte, dass sie wiederkommen würde, um die Wahrheit zu erkennen. Sie trifft den Medizinmann und lernt von ich das balinesische Meditieren. Sie begegnet auch einer Heilerin, für die sie Geld sammelt, damit diese sich ein Haus kaufen kann. Und dann begegnet ihr Felipe (Javier Bardem). Ein Australier mit brasilianischen Wurzeln. Sie verlieben sich und sie lernt loszulassen, obwohl sie erst Angst davor hatte, sich wieder zu Verlieben. Dafür steht „Love“ im Titel. Nach einem Jahr kehrt sie ausgeglichen zurück und kann ihr Leben zu Hause fortsetzen.

Ich fand den Film faszinierend. Obwohl die Kritiker „Eat Pray Love“ Oberflächlichkeit vorgeworfen haben, hat mich der Film angesprochen. Viele Menschen träumen doch davon, auszusteigen und sich auf so eine Reise zu begeben. Da ich selber mit dem Rucksack unterwegs war, kann ich die Erfahrungen, die Liz macht, vollkommen nachvollziehen. Wer so eine Reise gemacht hat, weiß, dass das alles stimmt, was der Film zeigt. Und das macht den Reiz aus. Wer offen dafür ist, lernt ständig neue Leute kennen und spürt das Leben. Klar muss nicht jeder zum Meditieren nach Indien fahren. Aber das Gefühl unterwegs zu sein und anderen Menschen und Kulturen zu begegnen transportiert den Film sehr gut. Für Traveller also auf jeden Fall geeignet. Und wer vom Aussteigen träumt und sein Leben von Grund auf ändern möchte (wer will das nicht?), der hat auch Spaß mit „Eat Pray Love“. Und natürlich ist die Liebesgeschichte mit dem grandiosen Javier Bardem schön anzuschauen. Für jeden Vater eine wunderschöne Szene, als Felipe seinen erwachsenen Sohn schweren Herzens am Flughafen verabschiedet. Bardem spielt diese Rolle eindrucksvoll und ist damit natürlich der Traum jeder Frau, die sich einen Mann wünscht, der mit Leib und Seele Vater ist. Und Julia Roberts spielt die lebenshungrige Liz sehr überzeugend.

Fazit: wieder ein Film für Paare und natürlich für Frauen. Er passt immer für einen gemütlichen Filmnachmittag und man lernt auch noch was von der Welt kennen. Außerdem hat der Film den weltweiten Trend zu Yoga und Spiritualität zur rechten Zeit aufgegriffen. Und damit bleibt er auch die nächsten Jahre aktuell.

Fakten:
1. Der Film war wirtschaftlich gesehen ein großer Erfolg. Ein Einspiel von über 200 Millionen Dollar bei einem Produktionsbudget von 60 Millionen Dollar spricht für sich.
2. Mr. Spaghetti ist im Buch ein Lazio-Fan. Doch weil der Fußball-Club Lazio Rom im Ausland nicht so einen guten Ruf hat, wurde er im Film zu einem AS Roma-Fan.
3. Der Film wurde an Originalschauplätzen gedreht.
4. Julia Roberts wollte ursprünglich ihren Freund Garry Marshall als Regisseur. Doch der lehnte ab, weil er nicht außerhalb der USA drehen wollte. Doch im Gespräch mit ihr machte er ihr das Angebot für seinen Film „Valentinstag“ die Rolle zu übernehmen, was sie auch annahm.

Eat Pray Love (2010)
Eat Pray Love poster Rating: 5.7/10 (58,851 votes)
Director: Ryan Murphy
Writer: Ryan Murphy (screenplay), Jennifer Salt (screenplay), Elizabeth Gilbert (book)
Stars: Julia Roberts, I. Gusti Ayu Puspawati, Hadi Subiyanto, Billy Crudup
Runtime: 133 min
Rated: PG-13
Genre: Drama, Romance
Released: 13 Aug 2010
Plot: A married woman realizes how unhappy her marriage really is, and that her life needs to go in a different direction. After a painful divorce, she takes off on a round-the-world journey to "find herself".
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