Django Unchained

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Ein neuer Film von Altmeister Tarrantino ist Grund für mich, meinen alten Hintern in Bewegung zu setzen und schleunigst das Kino meiner Wahl anzusteuern. Denn bei Tarrantino sind Besetzung, Ausstattung und Storyline immer anspruchsvoll und unterhaltsam.

Sklave wird von Kopfgeldjäger befreit, geht bei diesem in die Ausbildung und hinterlässt bei der Befreiung seiner Frau eine Spur des Grauens.

Wo soll man hier anfangen? Vielleicht damit, dass Jamie Foxx als Sklave „Django“ zwar solide, aber nicht wirklich herausragend performt? Das ist vielleicht der einzige Mäkelpunkt an diesem Gesamtkunstwerk. Der Film wird von einem großartig aufspielenden Christoph Waltz beherrscht: Schon die Eröffnungsszene, in der er alleine drei tumbe Sklavenhändler niederstreckt und dann friedlich mit seinem Zahnarztwägelchen und dem als Komplizen gewonnenen Django von dannen zockelt, ist das Eintrittsgeld wert. Im weiteren Verlauf des Films präsentiert Tarrantino dann einen derartig bösen Blick auf das dunkle Kapitel „Sklaverei“ der US-amerikanischen Geschichte. Dazu trägt auch die authentische Ästhetik des Südens bei. Und Schauspieler wie Don Johnson (erinnert sich außer mir noch jemand an Miami Vice?), Samuel L. Jackson als „Hausnigger“ und der ebenfalls oskarverdächtig aufspielende Leonardo DiCaprio als Plantagenbesitzer spielen auf der Höhe ihres Könnens. Zwischen all dem gibt es einen klamaukhaft depperten Ortsverein des Klu-Klux-Klans, brutale „Mandingo“-Kämpfe zwischen Sklaven, menschenzerfleischende Hunde und eine absurde Liebesgeschichte, die sich leicht an der Nibelungensage orientiert. All diese Zutaten rührt Tarrantino zu einem einmalig schmackhaften Gericht zusammen und lässt die Storyline in einer Orgie von Gewalt enden, die für den Zuschauer viele Überraschungen parat hält. Ein absoluter Sehtipp: Immer und jederzeit.

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Meine Lieblingsszene ist die, in der der „neue“ Django aka Jamie Foxx dem alten Django aka Franco Nero vorgestellt wird. Django (neu) buchstabiert seinen Namen: „D-J-A-N-G-O, but the D is silent“, während Nero gekonnt kontert: „I know“. Dieser Tipp zeigt auch, dass dieser Film einer derjenigen ist, die unbedingt im englischen Original gesehen werden sollten. Christoph Waltz‘ gestelltes, germanoides Englisch ist genauso sehr ein Hörkunstwerk wie es DiCaprios Südstaaten-Englisch mit französischen Einsprengseln ist. Nicht nur sehens-, sondern auch hörenswert. Genauso wie der ausgezeichnete Soundtrack, zu dem übrigens auch Jamie Foxx einiges beigesteuert hat.

Filmfacts:

  1. Jamie Foxx benutzte für die Dreharbeiten sein eigenes Pferd namens Cheetah.
  2. Christoph Waltz lehnte die Rolle zunächst ab, nachdem er das Drehbuch sah. Er fand, dass die Rolle zu sehr auf ihn abgestimmt war.
  3. Ursprünglich war Will Smith für die Rolle des Django vorgesehen – obwohl seine Anwälte im zurieten, lehnte er ab.
  4. Es gibt einen praktischen Grund dafür, dass Dr. King Schultz am Anfang immer mit dem Wagen fährt: Christoph Waltz hatte sich bei den Dreharbeiten das Becken verletzt und konnte deshalb erst später wieder reiten.
  5. Das Wort „Nigger“ kommt mehr als 110 mal im Film vor, viele Schauspieler hatten in den von politischer Korrektheit dominierten USA massive Probleme mit der Sprache des Films.
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4 thoughts on “Django Unchained

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