Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug

Bildquelle: Paramount
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Den Film habe ich noch als VHS gesehen, weil sie mir mein Vater geschenkt hatte. Als Teenager habe ich ihn über 30 Mal gesehen und er lief auf jeder Party morgens um 5 Uhr als gelungener Abschluss.

Wegen einer Lebensmittelvergiftung fallen beide Piloten eines Linienfluges aus und ein ehemaliger Kriegspilot muss die Maschine mit Hilfe des Towers notlanden.

Das Wort ‚Klassiker‘ trifft zu 100% auf diesen Film zu. Er ist das Erstlingswerk des Erfolgstrios Jim Abrahams, David Zucker und Jerry Zucker, die später mit Komödien wie „Die Nackte Kanone“ –Reihe, die „Scary-Movie“-Reihe oder „Top Secret“ große Erfolge feierten. Wie in diesen Kassenschlagern, wird auch bei der „Unglaublichen Reise in einem verrückten Flugzeug“ ein ganzes Genre durch den Kakao gezogen.

Grundlage für die Story lieferten mehrere Flugzeugfilme wie „Airport“, „Giganten am Himmel“ und vor allem „714 antwortet nicht“ (Originaltitel: „Zero Hour“). Alle diese Vorlagen werden hier veräppelt und teilweise sind sogar komplette Szenen und Dialoge kopiert und mit witzigen Pointen versehen worden.

Der ehemalige Kriegspilot Striker ist wegen seiner großen Liebe, der Stewardess Elaine an Bord eines Flugzeuges, das auf einmal ohne Piloten fliegen muss. Gemeinsam mit dem Arzt Dr. Rumack, gespielt vom genialen Leslie Nielson, der später in vielen anderen Filmen von Abrahams/Zucker/Zucker die Hauptrollen spielt, gelingt es den Dreien, die Maschine zu landen.

Ein dummer Spruch jagt den nächsten, und es gibt wirklich keine einzige normale Szene in dem Film. Deswegen kann man ihn sich auch mehrmals anschauen, weil es immer wieder ein Detail oder einen Joke zu entdecken gibt, den man die vorigen Male nicht mitbekommen hat. Es sind einfach zu viele.

Und wem das noch nicht reicht, der sollte sich das Ganze nochmal mit den Kommentaren von Abrahams/Zucker/Zucker anschauen. Die weisen dann noch auf Drehpannen dieser Low-Budget-Produktion hin, die man sonst übersieht.

Fazit: der Film ist für jeden Party-Abend oder einfach nur so zum Ablachen geeignet. Und danach nimmt man keinen Flugzeug-Katastrophen-Film mehr ernst.

Fakten:
1. Der Film wurde in 34 Tagen abgedreht und kostete 3,5 Millionen Dollar
2. Peter Graves wollte die Rolle des Captain Oveur erst nicht spielen und bezeichnete das Drehbuch als „den größten Müll, der je geschrieben wurde“.
3. David und Jerry Zucker treten im Film als Flugeinweiser auf, die Mutter der Beiden beschmiert sich mit Lippenstift während der Landung und Jim Abrahams ist der sechste religiöse Eiferer am Flughafen
4. In der Disco-Szene steht Striker am Bildrand und wartet auf seinen Einsatz, in dem er ins Bild gesprungen kommt.
5. In der Szene mit den religiösen Eiferern am Flughafen liegt ein Tonkabel am Boden herum.

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