Die Entdeckung der Unendlichkeit

Biopic über Stephen Hawking, den genialsten britischen Wissenschaftler der Neuzeit, der seine Genialität, die Tragik seiner Krankheit, sein persönliches Umfeld und seinen Humor in den Fokus bringt.

Stephen Hawking ist ein junger Doktorand in Cambridge, der durch seine Begabung deutlich aus dem Kreis seiner Mitstudenten herausragt. Er beschäftigt sich mit Fragen der theoretischen Physik. Auf einer Studentenparty lernt er die Sprachstudentin Jane kennen. Beim gemeinsamen Besuch eines Balls funkt es dann bei Ihnen. Auch die Tatsache, dass Jane gläubige Christin ist und Hawking nicht an Gott glaubt, steht der Liebe nicht im Weg. Wenig später wird bei Hawking ein schweres Nervenleiden festgestellt. Die Ärzte geben ihm noch maximal zwei Jahre Lebenszeit. Hawking wird daraufhin depressiv, aber Jane steht zu ihm. Beide heiraten und bekommen Kinder. Hawking entwickelt seine Theorie „von allem“ und setzt seine wissenschaftliche Karriere trotz seiner starken gesundheitlichen Einschränkungen fort. Technische Hilfsmittel erlauben ihm, am Leben teilzunehmen und Vorträge zu halten. Zuhause ist Jane mit der Betreuung ihres kranken Mannes und der Kinder überfordert. Beim Besuch des Kirchenchors lernt sie dessen Leiter Jonathan, einen Witwer kennen. Zwischen beiden funkt es und es entwickelt sich eine Dreiecksbeziehung, da Jonathan und Stephen sich gut verstehen und Jonathan als Pflegekraft in den Hawwkingschen Haushalt eintritt. Als das dritte Kind der Hawkings geboren wird, stellt sich für Außenstehende die Frage, wer denn nun der Vater ist – Jonathan verlässt kurzfristig die Familie. Bei einem Besuch in Bordeaux, bei dem Jane und Jonathan mit den Kindern campen, erleidet Hawking einen Anfall, die Ärzte wollen seine Beatmung einstellen, Jane setzt sich durch. Durch den notwendigen Luftröhrenschnitt kann Hawking nicht mehr sprechen, doch mit seiner neuen Assistentin Elaine beginnt er die Arbeit mit einem Sprachcomputer. Es ist auch Elaine, die er auf eine längere Vortragsreise mit in die USA nimmt, Jane und Stephen trennen sich. Trotzdem treten sich bei seiner Ehrung durch die Queen noch einmal als Paar auf und zelebrieren den Stolz auf ihre gemeinsamen Kinder.

Dieser Film lebt vor allen Dingen von der herausragenden schauspielerischen Leistung Eddie Redmaynes. Seine einfühlsame Darstellung des kantigen Charakters Hawking wirkt sehr authentisch. Doch auch Felicity Jones als Jane leistet großartige Arbeit. Auch die Darstellung der studentischen Lebensverhältnisse und die Arbeit der Wissenschaftler ist sehr überzeugend. Es gelingt dem Film auch, genau so viel von der Tiefe der Hawkingschen Gedanken anzudeuten, dass der Zuschauer angeregt, aber nicht überfordert wird. Den Spannungsbogen stellt die fortschreitende Krankheit Hawkings dar, er muss gegen den fortschreitenden Verfall seines Körpers arbeiten. Redmayne zeichnet ein weitgehend unerschrockenes, kreatives und vor allen Dingen sehr humorvolles Charakterbild. Natürlich werden viele Konflikte vom Weichzeichner der Erinnerung abgeschwächt und so ganz nimmt man dem Film die Sorglosigkeit der Dreiecksbeziehung nicht ab. Aber es entsteht eine große Faszination für Hawking und die Menschen, die ihn auf dem Weg in den Wissenschaftsolymp unterstützt haben. Ein Film, der gut für die eigene Allgemeinbildung ist, ein Film, bei dem sich das Anschauen auf jeden Fall lohnt.

Filmfacts

  1. Der Film basiert auf den Memoiren von Jane Hawking, die 2004 veröffentlicht wurden.
  2. Eddie Redmayne beschäftigte sich sechs Monate lang mit Hawking, bevor er ihn spielte.
  3. Da Hawking vom Ergebnis des Films begeistert war, erlaubte er es dem Team, seien echte Computerstimme zu nutzen.
  4. Eddie Redmayne hatte zur Vorbereitung ein dreistündiges Gespräch mit Hawking.
  5. Sowohl Redmayne als auch Hawking waren Studenten der Universität von Cambridge.

Die schauspielerische Leistung von Eddie Redmayne und mein Interesse für Fragen der theoretischen Physik hatten meine Neugier auf diesen Film beflügelt. Also Blu Ray bestellt, ab mit den Mädels in den Keller und genossen. Und wir wurden nicht enttäuscht.


The Theory of Everything (2014)
The Theory of Everything poster Rating: 7.7/10 (220,734 votes)
Director: James Marsh
Writer: Anthony McCarten (screenplay), Jane Hawking (book)
Stars: Eddie Redmayne, Felicity Jones, Tom Prior, Sophie Perry
Runtime: 123 min
Rated: PG-13
Genre: Biography, Drama, Romance
Released: 26 Nov 2014
Plot: A look at the relationship between the famous physicist Stephen Hawking and his wife.

Rating: 9.0. From 2 votes.
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