Der Zoowärter

Der Zoowärter
Kevin James aus der US-Sitcom „King of Queens“ ist für mich ein Sympathieträger. Deswegen war ich auf diese Komödie sehr gespannt und natürlich darauf, ob er auch im Film das rüber bringt, was er in der Serie schafft. Außerdem hatte ich das Glück, bei einer Vorpremiere in Las Vegas dabei zu sein, bei der tatsächlich echte Löwen und Krokodile im Foyer zu sehen waren. Das beeindruckt natürlich zusätzlich.

Ein Tierpfleger im Zoo möchte Karriere machen, doch das verhindern die Tiere, die sprechen können und ihm dabei helfen, die Liebe seines Leben zu finden, so dass er schließlich im Zoo bleibt.

Der sympathische Tierpfleger Griffin Kayes (Kevin James) liebt „seine Tiere“ im Zoo. Tierpfleger zu sein ist seine Berufung. Doch als er merkt, dass sein sozialer Status nicht der beste ist, nimmt er ein Angebot als Autoverkäufer an, um sein dürftiges Gehalt aufzubessern, mit dem Ziel, die Frauen zu beeindrucken. Als die Tiere im Zoo merken, dass er sie verlassen möchte, eröffnen sie ihm, dass sie eigentlich sprechen können. Und da Griffin auch etwas tollpatschig ist, vor allem wenn seine große Liebe auftaucht, beschließen die Tiere, ihm zu helfen. Außerdem merkt Griffin, dass sein Nachfolger ein ziemlicher Sadist ist, und die Tiere quält. Und der neue Job ist auch nicht das Richtige für ihn. Also kehrt er wieder zurück und mit Hilfe der Tiere klappt es auch mit der großen Liebe.

Der Zoowärter Löw

Mehr Handlung hat der Film wirklich nicht. „Der Zoowärter“ ist halt eine simple Feel-Good-Komödie, die vor allem für Familien gut geeignet ist. Wenn man das weiß, und nicht die höchsten Erwartungen mitbringt, dann kann man sich mit Kevin James gut amüsieren. Seine Tollpatschigkeit, und die sprechenden Tiere reichen für einfache Unterhaltung aus. „King of Queens“ ist trotzdem weit weg. Da stimmen für mich die Pointen viel besser, als beim „Zoowärter“. Das er mehr drauf hat, hat er auch bei „Hitch – Der Date Doktor“ mit Will Smith zusammen gezeigt. Selbst in „Der Kaufhaus Cop“, der ja auch eher flach ist, stimmt der Humor besser. Trotzdem will ich „Der Zoowärter“ nicht schlecht reden. Am Ende kommt das erwartete Happy End und man fühlt sich gut dabei.

Die Kritiker sind mit dem Film hart ins Gericht gegangen. Und natürlich haben sie Recht, wenn sie die Slapstik-Szenen in den Tiergehegen aufs Korn nehmen. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Doch Kevin James verzeiht man das. Er ist für mich als Schauspieler, der sich permanent selber durch den Kakao zieht ein unverwüstlicher Sympathieträger, der es schafft, auch dieses seichte Drehbuch zu bewältigen. Und Kinder haben auf jeden Fall ihren Spaß mit sprechenden Tieren. Diese alte Regel gilt auch hier: mit sprechenden Tieren kann man nichts falsch machen.

Fakten:
1. Um im deutschen Markt anzukommen, hat Thomas Gottschalk eine kleine Rolle als durchgeknallter Modedesigner.
2. Im Original wird der Löwe von Sylvester Stallone gesprochen. In der deutschen Synchronisation von Jan Josef Liefers, der schon den Löwen in“ Madagascar“ gesprochen hat.
3. Regisseur Frank Coraci teilte sich während der Unizeit eine Wohnung mit Adam Sandler.
4. Adam Sandler war auch einer der Produzenten bei „Der Zoowärter“ und spricht im Original den Affen.

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