Deadpool

Ungewollter, respektloser und selbstironischer Superstar mit gewöhnungsbedürftigem Äußeren will sich bei seinen Peinigern rächen und seine Liebe zurückerobern.

„Deadpool“ mit Ryan Reynolds wurde als Film vermarktet, der sowohl Frauen als auch Männern gefällt. Grund genug, um den obligatorischen Kinoabend mit der Dame meines Herzens diesem Film zu widmen. Aber es kam ganz anders:

Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist ein ehemaliger Special Forces-Soldat, der seinen Lebensunterhalt als Schuldeneintreiber, Menschenverprügler und Fiesling verdient. In der Stammkneipe seines kollegialen Gesindels lernt er eines Tages Vanessa (Morena Baccarin) kennen, die als Prostituierte tätig ist. Schnell kommen beide zusammen, weil sie einen ähnlichen Humor haben. Mitten in der Blüte ihrer stark sexorientierten Beziehung schlägt Wades Krebsdiagnose wie ein Blitz ein. Er hat nur noch wenige Tage zu leben. In seiner Stammkneipe trifft er auf einen Vertreter, der ihm Heilung verspricht. Wade wird in ein finsteres Labor verfrachtet, in dem ihm ein Medikament verabreicht wird, dass seine Zellen zu einem Mutationsprozess anregt. Dieser wird durch Stress verstärkt, so dass er regelmäßig gefoltert wird. Dabei entwickelt sich ein inniges Hassverhältnis zwischen ihm und Francis (Ed Skrein), dem Chef der Einrichtung. Sein Mutationsprozess beginnt spät und endet mit einer unbegrenzten Regenerationsfähigkeit seiner Zellen. Diese Gabe muss Wade aber mit einem komplett entstellten Äußeren bezahlen. Wade gelingt es, Feuer im Labor zu legen und entkommt bei der großen Explosion. Da er mit seinem Äußeren nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten kann, besorgt er sich eine eng geschnittenes rotes Superheldenkostüm, ändert seinen Namen in „Deadpool“ und sucht nach Francis, der ihm sein ursprüngliches Äußeres zurückgeben soll. Er traut sich nicht in die Nähe von Vanessa und gilt als tot. Nachdem er in atemberaubenden Kämpfen mehrere Gangster getötet hat, die ihn auf die Spur seines Widersachers bringen, entführt Francis Vanessa, um Deadpool in eine Falle zu locken. Zwischenzeitlich hat sich dieser mit zwei Mutanten der X-Men verbündet. In einem großen Endkampf auf einem Schrottplatz kommt es dann zum Showdown, bei dem Deadpool Vincent erledigt und mit Vanessa das Weite sucht.
Ja, die Handlung ist banal. Sie spielt auch eine eher untergeordnete Rolle, denn diese Form von Superheldengeschichte ist so archetypisch, dass man sie schon im Schlaf aufsagen kann. Interessant sind die Erzählperspektive und die Selbstironie der Hauptfigur. Diese spricht regelmäßig direkt zu den Zuschauern und berichtet aus ihrer Innenperspektive. Das ist anfangs irritierend, irgendwann dann der Bestandteil eines veränderten Theaterspiels. Etwas anstrengend wird es, wenn der Humor der Hauptfigur ständig unter der Gürtellinie rutscht. Das zieht sich dann bis in den Abspann durch, in dem ein gezeichneter Deadpool und ein Einhorn merkwürdige Spielchen spielen. Ich bin wahrscheinlich zu lange der Pubertät entronnen, um eine solche Dichte an Schlüpfrigkeit noch witzig zu finden. Lustiger ist dann die Selbstironie des Hauptdarstellers. Es finden sich mehrere Verweise auf Ryan Reynolds als „Sexiest Man Alive“. Der Film ist gespickt mit Referenzen auf andere Superstar-Epen. Am deutlichsten ist die Verwandtschaft zu den „X-Men“ erkennbar. Für das mitreisende weibliche Publikum ist dieser Film nicht wirklich geeignet. Denn die Kampfszenen sind überaus brutal und Deadpool erweist sich als wenig barmherziger Sieger, der gerne mal seine Gegner oder sich selbst verstümmelt. Deshalb ist dieser Film absolut kein Paarfilm. Er ist eher etwas für den schenkelklopfenden Männerabend mit ein paar Tassen Gerstenkaltschale. Aber da kann man doch eigentlich fast alles gucken. Kann man sehen, ist lustig, muss aber nicht sein.

Filmfacts

  1. Der Film wurde in Vancouver in Kanada gedreht.
  2. Bösewicht Ed Skrein ist auch als Nachfolger von Jason Statham in den neuen „Transporter“-Filmen bekannt.
  3. Als der Film bei der San Diego Comic Con vorgestellt wurde, erhielt er stehende Ovationen. Das Publikum war unter anderem von der vulgären Sprache begeistert.
  4. Mit „Green Lantern“ hat Ryan Reynolds schon mal einen Superhelden-Film vergeigt, der Film war ein kommerzielles Desaster.
  5. Ryan Reynolds spielte den Charakter Deadpool bereits in einem der X-Men Filme als Nebenfigur.


Deadpool (2016)
Deadpool poster Rating: 8.9/10 (10,132 votes)
Director: Tim Miller
Writer: Rob Liefeld (character), Fabian Nicieza (character), Rhett Reese (screenplay), Paul Wernick (screenplay)
Stars: Ryan Reynolds, Karan Soni, Ed Skrein, Michael Benyaer
Runtime: 108 min
Rated: R
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 12 Feb 2016
Plot: A former Special Forces operative turned mercenary is subjected to a rogue experiment that leaves him with accelerated healing powers, adopting the alter ego Deadpool.

Rating: 7.0. From 1 vote.
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5 thoughts on “Deadpool

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