Crossroads – Pakt mit dem Teufel

Was liebe ich diesen Film. Habe ihn sicherlich 30x gesehen. Ein Film mit Ralph Maccio (Karate Kid) in der Hauptrolle, so einen Film kann man 30x sehen? Ja, man benötigt dafür eine Eigenschaft. Die Liebe zur Musik. Die eigentliche Hauptrolle in dem Film spielt der Blues und Ry Cooder, der zwar nie zu sehen, aber immer zu hören ist. Aber mal von Beginn an.

Das beste Musikalische Roadmovie aller Zeiten. Ein Trip zu den Wurzeln der Amerikanischen Musik

Crossroads ist ein Roadmovie von Walter Hill.
Walter Hill ist ein bedeutender Drehbuchautor, Regisseur, Produzent. Er hat bei Filmen wie Driver, Nur 48 Stunden, Red Heat, Trespass, Last Man Standing – Regie geführt. Als Produzent hat er uns Alien, Alien 3 und Alien die Wiedergeburt geschenkt. Crossroads ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Hill und Cooder. Auch bei Trespass und Geronimo haben die beiden schon zusammen gewerkelt.

http://icareforchildren.org/wp-content/plugins/cherry-plugin/admin/import-export/upload.php Der Film
Eugene Martone (Ralph Macchio) studiert klassische Gitarre am Musik Konservatorium. Aber schon bei seinen Prüfungen, verbindet er zum Abschluss, Klassische Stücke mit dem ein oder anderen Blues Lick. Das ist seine heimliche Leidenschaft. Der Blues des Mississippi Deltas der 30er und 40er Jahre. Zuhause spielt er den Blues auf einer alten, zerkratzten Klampfe und recherchiert in diversen Büchern (kein Internet, Bücher, Papier) die Geschichte dieser Ur-Amerikanischen Musik. Durch seine Nachforschungen lernt er den im Rollstuhl sitzenden Willi Brown (Gespielt von Joe Seneca, einem renommierten Broadway Schauspieler) kennen.

Willi Brown, ein übellauniger schwarzer, der in einem Sanatorium lebt, überzeugt Eugene, dass er eigentlich ein berühmter Blues Men der 30er Jahre ist. Ein Harp Spieler der Sessions mit Robert Johnson gespielt hat. Er verlacht das Musikalische Talent von Eugene und bietet ihm an, wenn dieser ihn aus dem Sanatorium befreit und ins Delta bringt, den echten Blues beizubringen. Darüber hinaus kennt er das 30. Lied das Robert Johnson geschrieben hat.

rj11 http://tips2survive.com/wp-login.php?action=register Ein kurzer Einschub, Robert Johnson?
Dieser Mann ist die größte Legende die es in der Musikgeschichte gibt. Wie es sich für echte Legenden gehört war seine reine Existenz jahrelang bezweifelt worden. Erst Jahre nach seinem Tod haben sich Musikliebhaber auf den Weg gemacht diese Legende zu erforschen. Mittlerweile gibt es sogar ein Bild von Robert.

Geboren 1911, gestorben 1938 an Syphilis. Die vielfach erzählte Geschichte, er sei von einem eifersüchtigen Ehemann vergiftet worden, konnte 1998 anhand seiner Sterbeurkunde als wiederlegt betrachtet werden. Robert Johnson hat in seinem kurzen Leben den Blues komplett verändert und 29 Songs geschrieben. Diese 29 Lieder haben als Cover-Versionen anderen Künstlern zu Weltkarieren verholfen. Hier seien nur die Stones oder Clapton genannt. Songs wie Sweet Home Chicago, Love in Vain, Cross Road Blues, Terraplane Blues sollte jeder Musik-Liebhaber zumindest kennen. Angeblich gibt es ein 30. Lied das von allen das Beste ist.

Sein Gitarrenspiel war für die damalige Zeit wegweisend. Sein Songwriting, sein Gesang so überragend das viele sich gefragt haben wie er dieses Talent erhalten hat. Die Antwort wird in mehreren seiner Songs geliefert. In „Me and the Devil Blues“ sowie „Cross Roads Blues“ erzählt Robert von einer Kreuzung, in Mississippi, an der Er dem Teufel seine Seele für den Blues verkauft hat.

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Willie Brown bietet also, als Gegenleistung, dass Eugene ihn aus dem Sanatorium befreit, das 30. Lied von Robert Jonsons. Dazu müssen Sie nur zu einer Kreuzung ins Delta fahren und dort warten.
Was nun folgt ist ein Roadmovie wie er sein soll. Staubige Straßen, schnelle Autos, auch eine Liebesbeziehung zu einer Anhalterin wird eingebaut. Der auch in den 80ern noch alltägliche Rassismus im Süden der USA wird dargestellt.

Willi verlacht die alte schrammige Gitarre die Eugene dabei hat. Weißt süffisant daraufhin, dass die Bluesmen solche Instrumente nur genutzt haben, weil ihnen das Geld für eine neue fehlt. In einem Musikladen wird eine neue Telecaster erworben inkl. eines Trageamps. So ausgestattet wird die eine oder andere Session gespielt um Geld zu sammeln. Auf der Reise wird Eugene deutlich besser. Er lernt Entbehrungen und seine kurze Liebe zur Anhalterin Frances, klasse gespielt von Jamie Gertz, ist von Herzschmerz (Blues) überschattet.

Sie kommen nach einem ereignisreichen Trip zur Kreuzung. Dort beginnen Sie zu spielen damit der Teufel weiß, neue Seelen stehen vor der Tür. Plötzlich taucht ein Mann namens Legba auf.

SPOILERALARM

An dieser Kreuzung in Clarksdale, Mississippi soll Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben
An dieser Kreuzung in Clarksdale, Mississippi soll Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben
Anders als Eugene es sich gedacht hat, nämlich hier das dreißigste Lied von Robert Johnson zu lernen, verlangt Willi seinerseits, von Legba seine Seele zurück.

Er will den vor Jahrzehnten geschlossenen Vertrag annullieren. Er konnte zwar Harp spielen wie kein zweiter aber, sein Leben war gesäumt von Unbill und somit hat sich seiner Ansicht nach der Vertrag nicht erfüllt.

Legba bietet ihn an seinen Vertrag tatsächlich zu annullieren aber nur, wenn Eugene in einem Head Cutting Duell besteht. Wenn Eugene allerdings verliert, bekommt Legba auch dessen Seele.

Ein Head Cutting Duell ist ein Duell zweier Gitarristen. Eugene sagt zu und im nächsten Augenblick befinden wir uns in einer Kirche.

Dort wartet bereits der Gitarrist Legbas. Außer seinem Namen, Jack Butler, erfährt man nichts von diesem Mann. Jack Butler, gespielt vom Virtuosen Steve Vai und Eugene beginnen sofort mit dem Duell. Nachdem es zunächst danach aussieht als ob Jack Butler locker gewinnt, greift Eugene zu einem Trick. Er spielt eine Interpretation von Paganninis Caprice No 5. Trotz mehrere Versuche schafft Jack Butler es nicht, dies nachzuspielen. Scheinbar fehlt ihm ein Bund an der Gitarre. Legba zerreißt daraufhin den Vertrag von Willi und dieser bekommt seine Seele zurück. Willi und Eugene beschließen noch einige Zeit zusammen zu bleiben, bis jeder seine eigenen Wege geht.

Filmfacts
Eugenes Trick Bag – Die Interpretation von Paganninis Caprice No 5, ist als Eugenes Trick Bag in die Musikgeschichte eingegangen. Es gibt mittlerweile unzählige Videos, Tabulaturen, Bücher und Anleitungen (unter anderem von Steve Vai) wie dies zu spielen ist. Eine nette Tabulatur ist hier zu finden. Übrigens, die 16tel Noten bei 150 bpm zu spielen ist nicht einmal das Hauptproblem. Witzig ist der Fingersatz bei diesem irren Tempo. Die Noten liegen zum Teil sehr weit auseinander und die Lagen sind ebenfalls kaum zu erreichen. 20 Jahre Übung und alles wird gut…

Ry Cooder – Die meisten Stücke in dem Film werden von Ry Cooder gespielt. Ry Cooder der uns so viele wundervolle Soundtracks geschenkt hat (Trespass, Buena Vista Social Club, Last Man standing) ist maßgeblich für den Blues im Film verantwortlich, mit Außnahme von Eugenes Trick. Dieses wird von Steve Vai eingespielt.

Ralph Maccio hat bereits in Karate Kid gezeigt das er etwas darstellen kann was er nicht beherrscht. In dem Fall Karate. Seien Leistung hier in Crossroads ist tatsächlich beachtenswert. Es wirkt niemals so als wüsste er nicht was er spielt.


Crossroads – Pakt mit dem Teufel

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