Bad Moms

Überforderte Mutter von zwei Kindern wehrt sich gegen gesellschaftliche Erwartungen befreit sich und andere Mütter aus den Zwängen des Perfektionismus.

Chance vertan: Diesen Film braucht kein Mensch. Die „Bad Moms“ habe ich mir wegen der relativ großen Vorschusslorbeeren angeschaut und weil meine bessere Hälfte sich gegen die „Glorreichen Sieben“ entschieden hatte. Später am Abend würde sie merken, was sie mit dieser Entscheidung angerichtet hatte…

Der alltägliche Stress bringt Amy Mitchell (Mila Kunis), verheiratete Mütter von zwei Kindern fast um. Neben den Gören, der überehrgeizigen Jane und dem tollpatschigen Dylan gehört auch Ehegatte Mike zu den betreuungsintensiven Personen in ihrem Umfeld. Doch auch im Job muss sie ihren Chef bemuttern, denn in dessen Kaffee-Startup scheint Amy die einzig normal arbeitende Mitarbeiterin zu sein. Amy ist gestresst, kommt überall ständig zu spät und droht an den Anforderungen des Perfektionismus zu zerbrechen. Als sie feststellt, dass Ihr Mann eine Cyber-Sex Beziehung mit einer anderen Frau pflegt, wirft sie ihn aus dem Haus und reiht sich in die Gruppe der Alleinerziehenden ein. Der erwartete Befreiungsschlag bringt aber wenig, da zum einen der Hund der Familie krank wird und Amy sich im Rahmen eines völlig überflüssigen Elternabends mit der übermotivierten Gwendolyn James (Christina Applegate), der Vorsitzenden des Schulelternrats verkracht. Als diese Amys Tochter aus dem Fußballteam drängt, platzt Amy der Kragen und Sie startet eine Gegenkandidatur für die Position der Elternratsvorsitzenden. Dabei tut sie sich mit ihren neuen Freundinnen Kiki (Kristen Bell), einer häuslichen Mutter von vier Kindern und der männermordenden Carla (Kathryn Hahn) zusammen. Die drei unternehmen einige verrückte Dinge zusammen, nennen sich fortan die „Bad Moms“ und versuchen, Amy an den Mann zu bringen. Dieses gelingt schließlich, als Amy auf den begehrten Schul-Witwer Jessie (Jay Hernandez), mit dem sie eine heiße Affäre beginnt. Im Wahlkampf um die Position der Schulelternratsvorsitzenden kommt es zum Party-Battle, als Gwendolyn die Lifestyle-Ikone Martha Stewart aufbietet gegen die Amy dann eine wilde, alkoholgeladene Party setzt. Gwendolyn rächt sich, in dem sie Drogen im Spind von Amys Tochter platziert und diese deswegen fast von der Schule fliegt. Damit ist ein Tiefpunkt für Amy erreicht. In letzter Minute überreden ihre Freundinnen Kiki und Carla sie, doch bei der Wahl anzutreten. Was dann passiert, ist vorhersehbar…
Trotz einer soliden Crew rund um eine durschnittlich spielende Mila Kunis – der man den Mutterstress nicht so wirklich abnimmt – und witzige Figuren, enttäuscht „Bad Moms“, der Versuch einer Komödieim Stil von „Hangover“ auf ganzer Linie. Neben dem flächendeckenden Einsatz von Fäkalsprache ist es vor allen Dingen das durchgehende Wiederverwerten bekannter Motive und Klischees, der den Zuschauer an den Rand der Schläfrigkeit bringt. Hier ist nichts überraschend, alles ist vorhersehbar. Sobald man den Witwer Jessie sieht, weiß man, dass er mit Amy in der Kiste landet. Keine überraschende Wendung und ganz viele gebrauchte Gags. Das ist ein Film, den man sich locker sparen kann!

Filmfacts

  1. Mila Kunis trägt im Film ihren „echten“ Ehering.
  2. Während der Dreharbeiten war Mila Kunis mit ihrem zweiten Kind schwanger.
  3. Obwohl der Film in Chicago spielt, wurde er in New Orleans gedreht.
  4. Sängerin Kesha nahm an den Dreharbeiten teil, ihr Part wurde aber wieder herausgeschnitten.
  5. Die sechs Hauptdarstellerinnen sind alle Mütter.

Bad Moms (2016)
Bad Moms poster Rating: 6.7/10 (11,195 votes)
Director: Jon Lucas, Scott Moore
Writer: Jon Lucas, Scott Moore
Stars: Mila Kunis, Kathryn Hahn, Kristen Bell, Christina Applegate
Runtime: 100 min
Rated: R
Genre: Comedy
Released: 29 Jul 2016
Plot: When three overworked and under-appreciated moms are pushed beyond their limits, they ditch their conventional responsibilities for a jolt of long overdue freedom, fun, and comedic self-indulgence.

Bad Moms [dt./OV]

Price: EUR 11,99

 

No votes yet.
Please wait...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.