13 Hours – The Secret Soldiers Of Benghazi

13 Hours - The Secret Soldiers Of Benghazi

Sechs Ex-Elitesoldaten verteidigen US-Einrichtungen in Benghazi gegen eine Übermacht von Angreifern.

Wenn Michael Bay so etwas ähnliches wie einen Dokumentarfilm macht – und „13 Hours- The Secret Soldiers Of Benghazi“ beruht auf einer wahren Begebenheit, dann wird das Ergebnis sicherlich nicht ruhig, sondern ein mit Explosionen und Action durchsetztes Epos. Und da ich auf genau solche Features stehe und dieser Film in der Heimkino-Version auch mit Dolby Atmos angeboten wird – zumindest in der englischen Tonversion – musste dieser Film eher früher als später seinen Weg in meinen Kinokeller finden. Ob die mehr als zweieinhalb Stunden Handlung spannend genug waren, erfahrt ihr weiter unten…
Im September 2011 unterhalten die Vereinigten Staaten neben dem offiziellen Generalkonsulat eine weitere Mission im lybischen Benghazi. In einem geheim gehaltenen Komplex arbeiten Spezialisten der Geheimdienste daran, die nach der Revolution im Land herumirrenden Waffen einzusammeln und unschädlich zu machen. Zur Bewachung dieses Komplex sind sechs Angehörige einer Sicherheitsfirma eingestellt worden, allesamt ehemalige Angehörige der US-Spezialkräfte. Als der amerikanische Botschafter aus Tripolis nach Benghazi kommt, um dort Gespräche zu führen und er inm schlecht bewachten offiziellen Generalkonsulat übernachtet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Ein im Internet kursierendes Video hat die Stimmung bei den militanten Islamisten aufgeheizt. Das Konsulat wird überfallen und der mit zwei Mann eher knappe Personenschutz des Botschafters verschanzt sich im Gebäude. Die sechs Spezialisten von der Geheimbasis wollen zu Hilfe eilen, werden aber vom dortigen C.I.A.-Chef aufgehalten. Später greift ein Teil von Ihnen auf eigene Faust in der Botschaft ein, kommt aber zu spät. Der Botschafter erliegt seinen Verletzungen, einer seiner Sicherheitsleute ist ebenfalls tot. Jetzt macht sich der Mob auf den Weg zum doch nicht so geheimen zweiten Stützpunkt und die sechs Ex-Elitekämpfer sehen sich einer Übermacht entgegen. Doch Ihre gute Ausbildung zahlt sich aus, sie können mehrere Angriffswellen zurückschlagen. Derweil wird vom C.I.A.-Personal verzweifelt Unterstützung angefordert. Viel zu spät kann ein Teil des Personals über den Flughafen von Tripolis ausgeflogen werden. Die sechs Kämpfer verbleiben vor Ort und sehen sich weitere Angriffen ausgesetzt. Einer der Männer stirbt beim Beschuss durch Mörser. Als kurz später eine schwer bewaffnete lybische Einheit auftaucht, glauben alle verbliebenen Menschen in der Botschaft, ihre letzte Stunde hätte geschlagen – aber es handelt sich um eine Einheit, die sie zum Flughafen eskortieren soll.
„13 Hours – The Secret Soldiers Of Benghazi“ hat einen hochaktuellen Bezug zum US-amerikanischen Wahlkampf. Der ehemaligen Außenministerin Hilary Clinton wird vorgeworfen, den in Benghazi eingeschlossenen Amerikanern zu wenig Unterstützung geleistet zu haben. Genau dieses Bild zeichnet auch der Film, der das Bild von überzogenen Sparmaßnahmen bei der Bewachung und einer schlecht funktionierenden und zögerlich handelnden Militär-Administration zeichnet. Dieser Hintergrund dient auch dazu, die sechs eingeschlossenen Wachleute als heroische Kombattanten darzustellen. Doch der politische Hintergrund tritt durch die umfangreichen und großartig inszenierten Kampfszenen in den Hintergrund. Wir haben es bei „13 Hours – The Secret Soldiers Of Benghazi“ weniger mit einem Dokumentarfilm, sondern vielmehr mit einem aktuellen Kriegsfilm zu tun. Er zeigt die bewährten Taktiken der US-Spezialkräfte im Häuserkampf und liefert sowohl optisch als auch akustisch ein Effektfeuerwerk, dass ohne allzu blutrünstige Einstellungen daherkommt. Trotzdem gibt es Tote im Sekundentakt. Nicht wenig überraschend versinken die Feinzeichnung der Charaktere sowie die differenzierte Betrachtung der zugrundeliegenden Konflikte im amerikanischen Pathos. Aber wo Michael Bay draufsteht, ist auch Michael Bay drin. Die Schauspieler, allen voran Hauptdarsteller John Krasinski machen eine gute Figur. Man erkennt das Leid der Männer, die von der Wirtschaftskrise gebeutelt sind und sich daher nur halb freiwillig zu diesem gefährlichen Kommando gemeldet haben. Und man erkennt, wie die amerikanischen Behörden das Risiko für Auslandseinsätze immer mehr in die Hände privater Sicherheitsfirmen geben. Dieser Film ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber mir hat er vor allen Dingen wegen der gleichzeitig realistischen und effektvollen Inszenierung der Kampfszenen sehr gut gefallen. Für Fans ein Muss.

Filmfacts

  1. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Mitchell Zuckoff.
  2. Zur Vorbereitung des Filmstarts wurde der Film einigen republikanischen Politikern gezeigt, um deren Unterstützung für die Vermarktung zu gewinnen.
  3. Hauptdarsteller John Krasinski ist der Ehemann der Schauspielerin Emily Blunt.
  4. Der Film wurde in Marokko und hauptsächlich auf Malta gedreht.
  5. Mit 69 Millionen US-Dollar Einspielergebnis ist „13 Hours – The Secret Soldiers Of Benghazi“ der am wenigsten erfolgreiche Film von Regisseur Michael Bay.

13 Hours (2016)
13 Hours poster Rating: 7.3/10 (55,131 votes)
Director: Michael Bay
Writer: Chuck Hogan (screenplay), Mitchell Zuckoff (book)
Stars: John Krasinski, James Badge Dale, Pablo Schreiber, David Denman
Runtime: 144 min
Rated: R
Genre: Action, Drama, Thriller
Released: 15 Jan 2016
Plot: During an attack on a U.S. compound in Libya, a security team struggles to make sense out of the chaos.

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